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12/04/2007

Wir sind entschlossen bis zum Äußersten zu gehen!

Liebe Leserin, lieber Leser des gmworkersblog,
rund um den Globus nehmen tausende Besucher mit großem Interesse an der Entwicklung bei GM teil und greifen durch Beiträge aktiv in das Geschehen und dem Kampf um die Erhaltung der Arbeitsplätze ein. Für zahlreiche Journalisten ist diese Website eine wahre Fundgrube für ihre Berichterstattung. Für uns GM Arbeitnehmer ist dieses ein demokratisches und transparentes Informationsinstrument für alle interessierten Menschen.

Insbesondere durch eine verfehlte Modellpolitik und dadurch entstandene Überkapazitäten ist GM in einigen Regionen, besonders im Heimatmarkt in die Krise geraten. Die Antworten darauf sind seit Jahrzehnten die gleichen. Personalabbau, Werksschließungen und Erpressung von Gewerkschaften, um tiefe Einschnitte bei den Betroffenen durchzusetzen. Kein Beschäftigter bei GM ist Schuld für diese Krise! Immer mehr Menschen beginnen sich dagegen zur Wehr zu setzen und entwickeln nationalen und internationalen Widerstand durch Solidarität.

In Europa stehen wir, nach der Restrukturierung in Deutschland und der Herausnahme einer Produktionsschicht in E-Port UK, vor dem Abwehrkampf die Schließung eines Astra Werkes zu verhindern. Noch nie haben wir so eng und solidarisch in der 10 jährigen Geschichte des EEF's zusammengearbeitet wir in der aktuellen Auseinandersetzung.
Wir sind entschlossen, bis zum Äußersten zu gehen, um eine Werksschließung und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Unsere Lehre aus der Schließung von Azambuja ist, dass wir nicht mit General Motors Europe (GME) über die Abwicklung einer Werksschließung verhandeln werden. Wir sind bereit unseren Beitrag zur wirtschaftlichen Verbesserung des Unternehmens zu leisten. Wir wollen verhindern, dass das spärliche Geld für Investitionen in Überkapazitäten im Osten gesteckt wird. GM soll dort produzieren wo die Fahrzeuge verkauft werden.

GM kann nur erfolgreich sein, wenn das Topmanagement den Dialog mit den Beschäftigten sucht und ernsthaft daran mitarbeitet Alternativen zu finden. Wird die Politik weiter gegen die Beschäftigten betrieben, verschärft dies die Krise noch mehr.
Klaus Franz
Chairman of the European Employee Forum (EEF)

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