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06/02/2008

Werk in Bochum führt "ILO" 100 Arbeitsstandards ein!

In Bochum haben wir das Problem, dass der Takt von 50 auf 53 Fahrzeugen erhöt werden soll und dann werden noch Volumsbedingt 400 zusätzliche Kolleginnen und Kollegen abgebaut. Das ist ILO 100 auf kaltem Weg eingeführt obwohl dieses Vorgehen gegen Verträge verstößt.

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Anstatt hier mit Anspielungen die Zeit zu verschwenden. Wie wäre es denn damit, sich mit Gm auseinanderzusetzen. Fakt ist, dass durch Einführung von Maßnahmen unter dem Begriff "Performance" die Beschäftigten in den Werken schneller und härter arbeiten sollen. Darunter fällt auch die Taktik des Managements in Bochum wenn es denn stimmt wie hier beschrieben. Gleiche Versuche Tarifverträge zu umgehen und gar nicht mehr zu verhandeln, sondern einzuführen, gibt es auch in anderen Werken. Härter und schneller arbeiten, wohin das ungebremst führt bei älteren Belegschaften kann sich jeder vorstellen. Aber seblst verhältnismäßig junge Belegschaften wie in Gleiwitz haben zunehmend mit Erkrankungen durch schlechte Ergonomie und "wettbewerbsfähigem" Arbeiten zu kämpfen. Nur dort werden nach Informationen unserer polnischen Gewerkschaftskollegen, die Kollegen einfach entlassen wenn sie die Jobs nicht mehr machen können und durch neue, junge ("frische") Arbeitskräfte ersetzt. In diesem Sinne ist "ILO 100" der Weg in die Kündigung. Dank Outsourcing gibt es dann auch keine Arbeitsplätze mehr in Gleiwitz wo sie noch eingesetzt werden könnten wie z.B. im Cochpit oder Türmodulen.
Der Betriebsratsvorsitzende in Bochum heißt doch Einenkel und nicht Franz... Gehen wirklich 30%??
Stimmt dat, das der Klaus Franz eine Vereinbarung unterschrieben hat wonach in Bochum ab 2010 nur noch 3.200 Leute arbeiten dürfen?
Und dann habe ich gehört dat schon 30% der Betriebsräte in Bochum von der Abfindung gebrauch gemacht haben?
Vergiß es, denen haben se das Genick gebrochen, von wegen auf die Wiese gehn. Das war mal. Sagt mal, wieviel Werker werden denn noch da sein wen der neue Astra kommt? Bis dahin werden noch etliche in Bochum vom Management rausgemobbt.
Das ist doch dem Hoben sein Werk. Der weiß, dass er keine Zustimmung der IG Metall und des Gesamtbetriebsrats kriegt. So läßt er also erstmal das Band langsamer stellen, 400 Leute werden rausgemobbt (Betriebsrat guckt hilflos) und stellt dann das Band wieder schneller. Und schon ist er wieder nen Schritt weiter mit ILO 100, schneller und härter arbeiten, immer feste druff auf die Werker..
Seit es Fließbandarbeit gibt, ist die Anzahl der Fahrzeuge pro Std. immer eine Messgröße für die Anzahl der Beschäftigten gewesen.
Das ist bei REFA und bei MTM Vorgabezeiten so und basiert auf dem IG-Metall Tarifvertrag und der Betriebsvereinbarung 181 bei Opel.
Bei Umtaktung müssen die Gruppensprecher neue AEB´s und SAB´s schreiben und mit den anderen Schichten abstimmen sowohl mit der ME Abteilung vor Ort.
Kommt kein zusätzliches Personal bei der Umtaktung in das Team, so steigt die Auslastung und jeder muß eben mehr arbeiten (Ilo 100) Die Regel sagt aber genau und das sind Vereinbarungen, dass die Auslastung des Einzelnen nicht 105% überschreiten darf.
Bochumer achtet bitte darauf sonst geht es euch wie in Eisenach da wurde in den letzten Jahren der Takt von 30 auf 39 Fahrzeuge die Std. hochgebeamt und das ohne zusätzliches Personal. Als nächstes kommt dann bei euch in Bochum die Stoppuhr.
Die IGM hat gute Verträge die Hoben im Auftrag von Stevens unterlaufen will. Wenn ihr alles abnickt in Bochum was die wollen, dann können die ME Abteilung und die REFA Fachleute auch noch eingespart werden.
Wozu habt ihr in Bochum überhaupt die ganzen Zeitwirtschafts Lehrgänge besucht!
Der Bernd ist wohl etwsa durcheinander. Der Eingangstext stammt nicht vom Rainer sondern von irgendeinen anonymen Schreiberling.
Der Rainer stellt die Dinge im Namen aller Bochumer Betriebsräte wieder richtig.
Schaut euch mal an was der Hoben macht. der kriegt von den Betriebsräten und Gewerkschaften keinen VErtrag ILO 100 einzuführen und läßt jetzt bei "Umtaktungen" in den WErken ILO 100 einführen.Hat mal einer die Schweden gewarnt zu gucken was da gerade bei ihnen passiert? Leute, habt ihr noch im Griff was bei euch an den Produktionsbändern passiert? Laßt euch von der ME nicht ein X für ein U vormachen..
Rainer schreibt:
In Bochum haben wir das Problem, dass der Takt von 50 auf 53 Fahrzeugen erhöht werden soll und dann werden noch Volumsbedingt 400 zusätzliche Kolleginnen und Kollegen abgebaut. Das ist ILO 100 auf kaltem Weg eingeführt obwohl dieses Vorgehen gegen Verträge verstößt.

Unter 2. schreibt Rainer aber: Bei der Taktumstellung wird nicht gegen bestehende Verträge verstoßen. Darin sind sich alle 35 Betriebsräte einig...

Was will denn der Rainer eigentlich? Er beschwert sich erst und dann nimmt er die Geschäftsleitung in Schutz, weil bei der Taktumstellung nicht gegen bestehende Verträge verstoßen wird!?!

Rainer, für diese Vorgehensweise gibt es von uns keinen Freibrief für dich!

Da rudert jetzt einer aber ganz kräftig zurück.
Rainer hat Recht, dass die Forderung nach der Einführung einer angeblichen "ILO 100" gemeinsam in einer AG des Gesamtbetriebsrats behandelt wird.
Aufgrund verschiedener Beiträge hatten wir Bochumer erklärt, nicht mehr im WorkersBlog zu schreiben. Aber aufgrund des Blödsinns, der wieder einmal über Bochum veröffentlicht wurde, will ich kurz Stellung nehmen:

1. In Bochum wird nicht ILO 100 eingeführt. Über ILO 100 wird in einer Arbeitsgruppe im Gesamtbetriebsrat gemeinsam mit der IG Metall verhandelt und an diesem Vorgehen hat sich nichts geändert.

2. Bei der Taktumstellung wird nicht gegen bestehende Verträge verstoßen. Darin sind sich alle 35 Betriebsräte einig und wir werden gemeinsam darauf achten, dass auch zukünftig alle bestehenden Betriebsvereinbarungen strikt eingehalten werden.

3. Eigentlich hatten wir die Hoffnung, dass bei solchen falschen Behauptungen eine kurze Rückfrage beim Bochumer Betriebsrat oder der Bochumer IG Metall erfolgt. Dann hätte man die Behauptung über die angebliche Einführung von ILO 100 sofort richtig stellen können. Aber an einer sachlichen und korrekten Berichterstattung über Bochum scheint wahrscheinlich weiterhin kein Interesse zu bestehen.
ILO 100 ist keine Arbeitsnorm der Internationalen Arbeitorganisation in Genf, auch wenn GM das immer wieder behauptet. Es geht nur darum schneller und härter zu arbeiten. Die Einführung von dem was GM unter ILO 100 versteht berührt Gesamtbetriebsratsvereinbarungen und IG Metall-Tarifverträge. Woher kommt die Info, dass dies dennoch in Bochum angeblich eingeführt werden soll??

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