Welche Werke will Fiat Chef Marchione schließen?
Welche Werke will Fiat-Chef Marchione schließen von Opel und GM, um sein angeschlagenes Fiat-Unternehmen zu sanieren?? Minister Guttenberg scheint Marchione und Berger blind zu vertrauen!
Es scheint, dass Fiat-Chef Marchione und sein Berater Roland Berger sehr geschickt sind im Umgang mit der Politik um ihre strategischen Interessen durchzusetzen: Die Rettung von Fiat auf Kosten von Opel und GM mit massiven Krediten für die die europäischen Regierungen bürgen sollen. Damit die europäischen Regierungen Fiat bei seinen Plänen unterstützen wird ihnen ein harmloserer Plan "Phoenix" vorgelegt, der "nur" 2 Werkschließungen von Opel vorsieht.
Der eigentlich Plan, "Fußball" genannt, wird von Marchione offenbar als nicht existent bezeichnet. Dieser Plan offenbart jedoch, dass es um die Rettung von Fiat und nicht von Opel oder GM geht. GM-Werke in Argentinien und Brasilien, in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Ungarn, Polen und Belgien sowie Fiat-Werke in Italien sollen geschlossen werden.
Nur Minister Guttenberg (CSU), ein Wirtschaftsminister der von Industrie keine Ahnung hat und von der Automobilindustrie noch viel weniger, glaubt an die Wahrhaftigkeit von Marchione und Berger und die Sinnhaftigkeit der von ihnen verfolgten Pläne. Diese Naivität ist nicht zu überbieten.
Wer Opel Fiat ausliefert, lädt eine große Verantwortung auf sich für die Schließúng vieler Werke und die Zerstörung Tausender von Arbeitsplätzen. Guttenberg selbst fängt schon an, vielleicht mit internen Informationen von Berger versehen, darüber zu schwafeln, dass bei Opel nichts so bleiben könne wie bisher und das es zu Arbeitsplatzabbau kommen werden. Die Berger Berater sind ja bei General Motors Europa engagiert und haben Zugang zu allen Daten, die werden es doch wissen, oder?
Eine solche Stellungnahme von Guttenberg ist leichtfertig und zeugt von wenig Sachverstand. Sicher hat General Motors Europa einen Überhang an Arbeitsplätzen wie andere Automobilhersteller auch. Die Frage ist in welcher Höhe und welche Maßnahmen machen Sinn die Krise zu überbrücken und welche nicht.
Der geplante Kahlschlag von Marchione und Berger werden Opel den Garaus machen - und die soll auch noch mit Unterstützung der Bundesregierung geschehen. Sicher, die drastischen Maßnahmen werden erst nach der Bundestagswahl durchgeführt werden, Marchione und Berger wollen ja dem Herrn Guttenberg nicht noch "sein" Wahlergebniss zerstören wenn er durch die Lande reisen und erzählen wird, er habe Opel durch beherztes Eingreifen mit dem Investor Fiat gerettet.
Es wird Zeit, dass Herr Guttenberg Distanz zu Herrn Berger hält und diesem deutlich macht was ein Interessenkonflikt ist. Es kann nicht sein, dass Tausende von Familien von Opel-Beschäftigften in Europa den Preis dafür bezahlen sollen.
