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04/07/2008

Sparmaßnahmen und Reorganisation im Engineering

Aufgrund der schlechten weltweiten GM-Wirtschaftsergebnisse, Probleme durch den Dollar-Euro-Wechselkurs, steigenden Rohmaterialkosten und dem Rückgang der Nachfrage nach Fahrzeugen - kündigt die Geschäftsleitung in Deutschland Sparmaßnahmen an und plant eine Umorganisation im Entwicklungszentrum.

Die Sparmaßnahmen umfassen z.B.

· Reduzieren von Reiseaktivitäten um 35%

· Stopp von Auswärtsvergabe

· Komprimieren von Büroflächen

· Ausweiten von Nutzungszeiten in Einrichtungen

· Reduzierung der Fahrzeugflotte

· Überprüfung der Engineering Organisation (Labor, Testfeld, PPO…)

· Einstellungsstopp bis auf wenige strategische Einstellungen

Strategisch sollen die Entwicklungszentren in so genannten Low Cost Countries erheblich ausgebaut werden. Die drei Entwicklungsstandorte Rüsselsheim, Trollhättan und Millbrook sollen jedoch erhalten bleiben, die laufenden Projekte durchgezogen werden. Ziel sei es, so das Management, die Home Rooms in Europa zu behalten und Entwicklungskapazitäten und –knowhow für ein vollständiges Fahrzeug zu sichern.

Viele der geplanten Maßnahmen unterliegen der Mitbestimmung des Betriebsrats, z. B. Arbeitszeit, Arbeitsplatzgestaltung bzw. verstoßen gegen geltende Vereinbarungen, wie z.B. Einstellungen im Engineering.

Der Betriebsrat und die Engineering Work Group des Europäischen Arbeitnehmerforums (EEF) werden deshalb – auf europäischer wie auf lokaler Ebene - genau prüfen, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen und wie sich Nachteile für die Beschäftigten im Rahmen der lokalen Mitbestimmung und des europäischen Informations- und Beratungsprozesses vermeiden bzw. zumindest so weit wie möglich reduzieren lassen. Folgende Informationen wurden vom Management abgefragt:

· Projekte in der Fremdvergabe

· Details zu der geplanten Verlagerung nach Osten (Engineering Footprint)

· Auswirkungen auf die BOM-Family-Owner-Struktur und die Zuständigkeiten in Europa

· Langfristige Personalplanung

· Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung der Beschäftigten

Die Arbeitnehmervertretungen sind sich einig, dass sie sich nicht gegeneinander

ausspielen lassen werden und dass sie den Planungen des Managements nur gemeinsam

entgegen stehen und Lösungen für die betroffenen Standorte finden können.

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