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30/04/2007

Solidaritätsbrief von Jürgen Peters an die Beschäftigten in Antwerpen

An die Kolleginnen und Kollegen des Antwerpener Werkes von General Motors Europe

c/o Rudi Kennes, ABVVMetaal
Opelwerk Antwerpen
Noorderlann
B-2018 Antwerpen

GM-Werk in Antwerpen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesem Wege möchte ich Euch die Solidarität unserer Kolleginnen und Kollegen der IG Metall übermitteln und Euch versichern, dass wir den Kampf der Antwerpener Beschäftigten für zukünftige Produkte und Volumen mit all unserer Kraft unterstützen werden. Der vom europäischen Arbeitnehmerforum von General Motors für den 3. Mai 2007 organisierte europäische Aktionstag wird an den deutschen Opelstandorten von Seiten der IG Metall mit vorbereitet und unterstützt.

Es kann nur wie Hohn in den Ohren der Beschäftigten in Antwerpen klingen, wenn auf der einen Seite General Motors Europe Mitte des Monats erklärt, keine Werksschließung und keine betriebsbedingten Kündigungen in Europa im Zusammenhang mit der nächsten Astra Generation vorzunehmen, wenig später dann aber nur bereit ist, ein Produkt mit einem Volumen von schätzungsweise 80 000 Fahrzeugen nach Antwerpen zu geben. Durch diese Verhandlungsführung von General Motors Europe kann nur darauf geschlossen werden, das GME auf Dauer beabsichtigt das Werk in Antwerpen zu schließen.

Eine solche Verhandlungsführung hat mit Seriosität nichts zu tun und offenbart die Ellenbogenmentalität von GME. Bei diesem amerikanischen Konzern finden Arbeitnehmer- und Beschäftigteninteressen so gut wie kein Gehör.

Euer Streik in Antwerpen sowie der europaweite Action-Day am 3. Mai 2007 sind genau die richtige Antwort auf diese beschäftigungsfeindliche Politik von GME. Nur so lassen sich unsere gemeinsamen Forderungen durchsetzen, dass GME für das Werk in Antwerpen ein akzeptables Volumen und wenigstens zwei Produkte garantiert. Weiterhin ist es dringend erforderlich, dass ein europäischer Zukunftsvertrag bis 2016 für alle europäischen GME-Werke einschließlich von Mindeststandards für Outsourcingmaßnahmen durch GME akzeptiert wird, damit unsere Kolleginnen und Kollegen in allen europäischen GME-Standorten eine Beschäftigungsperspektive haben.

Mit solidarischen Grüßen

Jürgen Peters
1. Vorsitzender IG Metall

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