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02/05/2007

Solidarität wichtiger denn je!

Flugblatt von der Vetrauensleute und des Betriebsrats Opel Bochum vom 02. Mai 2007:

Solidarität wichtiger denn je!

Seit Jahren versucht General Motors weltweit, Gewerkschaften, Betriebsräte und Arbeitnehmer brutal zu erpressen

Europa 2004/05: 12.000 Arbeitsplätze sollen vernichtet werden, davon 9.500 in Deutschland. Das Bochumer Werk sollte geschlossen werden. Ergebnis war der Zukunftsvertrag 2010.

· USA 2006: 12 GM-Werke werden in Nordamerika geschlossen. Mind. 35.000 direkte Arbeitsplätze werden vernichtet.

· Dezember 2006: Das Werk in Azambuja wird trotz vieler Solidaritätsaktionen geschlossen.

Rund 1.200 Kolleginnen und Kollegen verlieren ihren Arbeitsplatz.

· August 2006: Das Delta-Werk in Ellesmere Port verliert die Nachtschicht. Rund 1100 Kolleginnen und Kollegen verlieren ihren Arbeitsplatz.

· Anfang 2007: Das Powertrainwerk in Sjödertalje wird geschlossen und das PT-Werk Göteborg zum größten Teil an Scania verkauft.

· Rüsselsheim aktuell: Keine Arbeit für rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen, 30 Stunden-Woche soll nun eingeführt werden.

· Kaiserslautern aktuell: Das Werk steht vor der Zerschlagung, da die Firma

Kirchoff nur die „Sahnestücke“ übernehmen will.

· April 2007: GME entscheidet, dass zukünftig kein Astra-Nachfolger in

Antwerpen gebaut wird. Die dritte Schicht (ca. 1.400 MA) soll in Antwerpen unverzüglich abgebautwerden. Das Management hat den Arbeitnehmervertretern angeboten, ab 2010 ca. 80.000 Chevrolets bauen zu dürfen, wenn die Belegschaft bereit ist, 80 Mio Euro einzubringen.

· Das schwedische Werk Trollhättan soll ab 2010 ca. 80.000 Astras fertigen. Die schwedischen Gewerkschaften befürchten das Aus.

General Motors agiert weltweit mit brutaler Hand. Gerade die jüngsten Ereignisse in Europa zeigen, wie wichtig die länderübergreifende Solidarität ist. Dies gilt auch für Bochum. Die Entscheidung, dass ab 2010 der neue Astra in Bochum gefertigt wird, bedeutet nicht gleichzeitig Friede, Freude, Eierkuchen. Bisher liegt erst eine mündliche Zusage vor. Über die Modellvergabe und Produktionszahlen für Bochum muss noch hart verhandelt werden. Nach wie vor sind wir viel stärker als je zuvor dem internationalen Kostendruck ausgesetzt und werden weiterhin massiv mit Standorten in Osteuropa verglichen. Jetzt muss unbedingt die Zukunft der Werke Antwerpen und Trollhättan gesichert werden. Absolut wichtig ist jetzt, dass die europäischen Standorte zusammen halten und sich nicht von General Motors ausspielen lassen.

Am 3. Mai werden die Verhandlungen zwischen den Arbeitnehmerspitzen der Delta- Standorte und dem GME-Management in Rüsselsheim fortgesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass wir morgen unsere Solidarität den Kolleginnen und Kollegen in den anderen Standorten zum Ausdruck bringen.

Betriebsrat und Vertrauenskörperleitung

BR-Info_07_05_02_Solidarität wichtiger denn je

Das Flugblatt als PDF zum Ausdrucken oder Verschicken oder beides.

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