Automatic translation:                  
30/04/2007

Solidarität mit Antwerpen!

Solidarität mit Antwerpen und für einen gemeinsamen Kampf aller Werke. Metaller, laßt uns nicht vergessen - auch die deutschen Opel-Werke brauchen eine Zukunftssicherung bis 2016!

Es ist gut, dass die IG Metall Führung klar inSolidarität zum Werk und dem Kollegen in Antwerpen steht und dies am 3. Mai beim Europäischen Aktionstag von GM demonstrieren wird. Fakt ist aber auch, dass dies wirklich ein gemeinsamer Kampf aller Werke ist. Was ist die "Zusage" von GM wert, dass Bochum den Astra bekommt??? Luton wurde 1 Jahr nach dem Zuschlag für den Vectra geschlossen. Bochum und Ellesmere Port in England und Gliwice in Polen brauchen eine Zusage bis 2016 für einen3-Schicht-Betrieb. Die öffentliche Erklärung von Forster, dass diese STandorte den nächsten Astra bekommen, reicht nicht. Das ist die lehre aus dem Verhalten mit Antwerpen. Laßt uns gemeinsam kämpfen für eine Zukunftssicherung bis 2016. Solidarität mit Antwerpen - für eine würdige Auslastung des WErks.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Geist der deutschen Mitbestimmung scheint mit dem GM-Management jedenfalls nicht möglich zu sein. Die Vorgehensweise des Managements zuerst zuzusagen, dass es keine Werksschließungen gibt, und kurze Zeit später ein Volumen von 80000 Fahrzeugen für Antwerpen anzubieten, kann eigentlich nur als gezielte Provokation interpretiert werden.
Allen Arbeitnehmern an allen GME Standorten sollte mittlerweile klar sein, dass es keine Sicherheitsgarantien, die einzelne Werke für sich alleine erreichen können, mehr gibt. Alle Zusagen des GM Managements die dies suggerieren, haben nur das eine Ziel einen Keil in die europaweite Solidarität zu treiben. Aber was solche Zusagen wert sind haben wir oft genug erlebt. Auch die aktuellen Astra-Zusagen für Bochum, Ellesmere Port, Gliwice und Trollhättan garantieren kein mittelfristiges Überleben dieser Werke. Zum einen sind die Zusagen bezüglich Volumen und Beschäftigung vage bzw. vollkommen unzureichend. Zum anderen hat GM immer wieder gezeigt, dass sie trotz massivem Beschäftigungsabbau in Westeuropa weiter Kapazitäten in Osteuropa aufbauen und so die nächsten Überkapazitätsprobleme mit dann neuerlich gefordertem Jobabbau in Westeuropa selbst erzeugen. Alles was ich zu den geplanten Werken in Rumänien, Polen und Russland gelesen habe zeigt wohin GM den Zug fahren lassen will. Wer den Beteuerungen des Managements glaubt, dass dort nur Chevys produziert werden sollen, ist naiv. Mit den globalen Plattformen wird es für GM in Zukunft noch einfacher sein in kürzester Zeit und mit relativ geringen Kosten Opel/Vauxhall/Saab Produkte in diese Fabriken zu verlagern. Das betrifft alle Opel/Vauxhall/Saab Produkte und damit auch alle europäischen Montagewerke. Für Powertrain sieht es ähnlich aus.

Wer den vagen Zusagen unseres GME Managements traut, ist schon verkauft. Bei anderen Autoherstellern mag das ja anders sein, und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betriebsräten und Management noch möglich sein. Bei uns nicht. Das Beispiel Antwerpen zeigt das doch überdeutlich. Erst wird eine Zusage über den Erhalt des Standortes gegeben, um eine drohende Aktion aller Astra-Werke zu verhindern. Als man glaubt die anderen 4 Werke mit der Astra-Zusage „gekauft“ zu haben, gibt man für Antwerpen Konditionen bekannt, die faktisch das mittelfristige Aus für das Werk bedeuten. Die spekulieren darauf, dass Antwerpen jetzt alleine da steht und von den anderen Werken allenfalls noch symbolische Aktionen kommen, die GM nicht mehr wehtun (die Streikaktionen in Antwerpen haben die doch im voraus einkalkuliert und Astras auf Halde produzieren lassen). Dieses Kalkül des Managements darf auf keinen Fall aufgehen, sonst haben wir ihnen gezeigt, dass sie ein Werk nach dem anderen abfertigen können.

Der europäische Aktionstag ist schon mal ein Gegenzeichen. Aber ich befürchte das wird nicht ausreichen. Es wird weitere Aktionen, die GM wirtschaftlich richtig schmerzen, in jedem europäischen Werk geben müssen. Da zur Zeit ja nicht nur Antwerpen gefährdet ist, sondern ganz konkret auch die Powertrain-Werke in Göteborg und Södertälje auf der Abschussliste stehen, und auch die Zukunft der meisten anderen Werke vage ist (s.o.), sollte man es jetzt auf den Großkonflikt mit GM ankommen lassen. Solange es keine juristisch wasserdichte Vereinbarung gibt, die für alle Werke eine Zukunftsperspektive bietet, darf GM in Europa keine Ruhe mehr haben. Das ist doch die einzige Sprache die die verstehen. Klar muss der Europäische Betriebsrat auch eine vernünftige Perspektive aufzeigen, wie man in Westeuropa profitabel Autos bauen kann, aber die Zugeständnisse die dafür nötig sind bitte nur gegen eindeutige und verbindliche Zusagen des Managements. Leuten wie Forster kann man nicht über den Weg trauen.

Ich wünsche einen kämpferischen 1. Mai und vor allem einen zornigen 3. Mai.

Write a comment

See the anti spam word to type (This is to avoid automated comments used to spam)



Welcome

Location

Plants on the map

Topic

Brand

Union

 
Welcome/Languages/Deutsch/