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13/04/2007

Opel ist mehr als nur Produktion

Bei der Berichterstattung in den Medien und seitens des Betriebsrats wird nur wenig auf den Entwicklungsstandort Rüsselsheim eingegangen. Dabei ist der Entwicklungsstandort Rüsselsheim mittlerweile deutlich größer (Anzahl der Beschäftigten) als der Produktionsstandort.

Derzeit werden erstmals parallel 2 globale Entwicklungsprojekte in Rüsselsheim abgearbeitet, neben weiteren regionalen Projekten. Beim Stellenabbau vor 2 Jahren wurde auch im Entwicklungsbereich abgebaut, ebensowenig wurden aus alters- oder anderen Gründen ausscheidende Kollegen ersetzt. Gerade auch die globalen Projekte werden unter einem enormen Zeitdruck bearbeitet. Dies hat zur Folge, dass viele Kollegen im Entwicklungszentrum an und über der Belastungsgrenze arbeiten, sich viele Überstunden ansammeln.

Ebenso wie in der Produktion steht auch die Entwicklung unter einem enormen Kostendruck seitens des Managements. Neueinstellungen gibt es daher nur in geringem Umfang und in wenigen Bereichen.

Was ich vermisse ist eine unterstützende Strategie des Betriebsrats für den Entwicklungsstandort Rüsselsheim.

Es ist sicher richtig, dass der Rückhalt für Betriebsrat und Gewerkschaft im Ingenieurbereich nicht übermässig hoch ist, aber ohne das Einbeziehen der Kollegen wird sich daran nichts ändern.

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Rüsselsheim mehr als nur Produktion ?
Ja das stimmt im Technischen Entwicklungszentrum wird geplant, gedacht, gemacht, gelacht und viele Überstunden gemacht.
Aber in den Fertigungsbereichen , direkten und indiretenbereichen , dort werden die Leute für die Durchsetzung der Tarifverhandlungen gestellt es werden durch die Kollegen Politische Themen in die Medien getragen es werden Aktionen geplant und ausgeführt.Ich denke den Betriebsrat Anhand der Anzahl von Beschäftigten in Bestimmten Bereichen den Schwarzen Peter zu reichen ist der Falsche Weg.Egal wer was macht oder wieviel Leute wo Arbeiten.Wir müssen eine gemiensame Basis finden damit wir uns für den Standort Rüsselsheim stark machen können.
Tja, das Problem ist, dass die vielen Ingenieure und Ingenieurinnen denken, dass sie auf der sicheren Seite ist was eine grobe Unterschätzung der Situation darstellt. Sie täten gut daran aus den Erfahrungen der Werke frühzeitig zu lernen: Gegeneinander ausspielen, Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer usw. Eine globale Entwicklungsorganisation bietet genau diese Möglichkeiten für das GM Management und Bob Lutz hat ja gesagt wo er die Zukunft sieht, in den Entwicklungszentren in Indien, Korea und China. Es wird Zeit, dass die westlichen Entwicklungszentren aufwachen und die Chancen nutzen, die die internationalen Gewerkschaftsinstitutionen und der europäische Betriebsrat von GM (EEF) ihnen bieten. Engineering-Themen müssen noch stärker dort verankert werden. Das geht aber nur, wenn es auch ein Engagement der Betroffenen gibt. Schließlich existiert ja eine Engineering Gruppe des EEF für GME und PT mit Vertretern aus Schweden, Deutschland, Frankreich u.a. W.

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