Opel-Betriebsratsvorsitzende kritisieren unverantwortliche Panikmache des angeblichen „Autoexperten“ Dudenhöffer
Presseerklärung der vier Betriebsratsvorsitzenden der Opelwerke Rüsselsheim,
Bochum, Kaiserslautern und Eisenach.
Der angebliche „Autoexperte“ Dudenhöffer drängt sich seit Jahren den Medien mit seiner
vorgeblichen Kompetenz um die Autoindustrie auf. Dabei gefällt er sich vornehmlich darin,
seinen Marktwert mit Katastrophenmeldungen zu steigern. Nach dem Motto "bad news sells"
bedient er dabei nahezu jedes Vorurteil. Wie verlässlich seine Aussagen tatsächlich sind, mag
man daran ersehen, dass er in der gleichen Weise, wie er jetzt seine Katastrophenmeldungen
jedem anfragenden Journalisten geradezu aufdrängt, noch zu Beginn des Jahres 2008 ein
weiteres Ansteigen der Zulassungen in Deutschland vorhersagte.* Wenigstens war dies
ausnahmsweise mal keine Katastrophenmeldung, die er in die Welt setzte. Tatsächlich ist der
Markt seit Monaten rückläufig und wird hinter 2007 zurückfallen.
Wie ernst Dudenhöffer sich selbst nimmt, zeigen seine widersprüchlichen Stellungnahmen. Erst
konstatierte er, dass Opel auch überleben würde wenn GM bankrott gehe. Jetzt behauptet er
exakt das Gegenteil. Auch seine Ratschläge zeugen von mangelnder Sachkenntnis empfahl er
doch GM Europa vor kurzem das russische Geschäft dem Europageschäft von GM
zuzuschlagen. Dass Rußland schon lange zu GM Europa gehört, ist ihm mangels Sachkenntnis
offenbar entgangen.
„Statt sich auch nur im Ansatz über Zahlen, Daten und Fakten zu informieren, macht sich
Dudenhöffer mit seinen Untergangsfantasien, wie zum Beispiel über Opel und den
Autozulieferer Conti, zum Totengräber von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie. Denn seine
leichtfertigen Prognosen könnten Kunden verunsichern und damit einen negativen Effekt
auslösen, der in der aktuellen Automobilkrise unverantwortlich ist “, sagte Klaus Franz,
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der Adam Opel GmbH. „Wenn Dudenhöffer, der
Krisenpopulist, sich über ein Unternehmen äußert, speziell auch über Opel, erwarten wir
Betriebsratsvorsitzenden und die Beschäftigten zumindest, dass er sich zuvor kundig macht.
Und wenn er dies nicht für nötig hält, dann sollte er einfach ehrlich zugeben, dass ihm für eine
kompetente Antwort das erforderliche Hintergrundwissen fehlt."
Klaus Franz, Rainer Einenkel, Alfred Klingel, Harald Lieske
Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern, Eisenach
Konzernbetriebsrat der Adam Opel GmbH

Kurt
20/12/2008
Uwe
17/12/2008