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06/04/2008

Opel-Betriebsrat fürchtet um Werk Bochu

Der Betriebsrat von Opel sorgt sich um die Zukunft des Standorts Bochum. Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel sagte in einem Interview, wenn der Astra ab 2014/2015 in Rüsselsheim gefertigt würde, wie vom Management angedacht sei, fürchte er um die Existenz des Werks Bochum.OAS_RICH('Position1');Rüsselsheim/Bochum. Der Betriebsrat der General-Motors-Tochter Opel sorgt sich um die Zukunft des Standorts Bochum. "Wenn GM seine Planspiele in die Realität umsetzt, den Astra ab Mitte kommender Dekade in Rüsselsheim zu produzieren, fürchte ich um die Existenz des Bochumer Werks mit seinen insgesamt 6200 Mitarbeitern", sagte der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel "auto motor und sport".

Nach Informationen des Magazins prüft Opel derzeit die Chancen, den übernächsten Astra von 2014/15 an im Stammwerk Rüsselsheim zu fertigen, in dem bislang nur die Mittelklassemodelle Vectra und Signum vom Band laufen. Eine solche Entscheidung könne zu Kostensenkungen und der Verschlankung des Produktionsverbundes beitragen. Opel hat in Deutschland drei Opel-Pkw-Produktionswerke. Technische Voraussetzung für diese Entscheidung ist laut dem Bericht allerdings, dass das Kompaktmodell dann auf der gleichen Komponentenarchitektur basiert wie das Mittelklassemodell Insignia, das im November als Nachfolger des Vectra neu in den Markt kommt.

"Eine erfolgreiche Zukunft des Werkes Bochum hat für Opel und GM Europa höchste Bedeutung", sagte ein Opel-Sprecher am Samstag zu dem Bericht. Die großen Produktionsverbesserungen und die hohe Qualität des Werkes zeigten, dass Bochum auch für die Zukunft gut gerüstet sei. Einenkel plädierte auf eine gleichmäßige Verteilung des Produktionsvolumens. Falls Bochum der Astra-Auftrag entzogen werde, "brauchen wir frühzeitig verbindliche Zusagen für ein Ersatzmodell mit einem vergleichbaren Produktionsvolumen".

That is correct comrade.
Rudi
Bochum hat gemeinsam mit den Werken in Trollhättan, Gliwice und Ellesmere Port den Zuschlag für die Produktion des neuen Astras bekommen. Dies wird nun noch in einem europäischen Rahmenvertrag noch einmal vertraglich festgehalten und eine Zukunftsgarantie für diese Standorte einschließlich des Werks in Antwerpen bis 2016 gegeben werden(wir hatten informiert, dass dieser Vertrag paraphriert wurde). Allen Beteiligten im europäischen Betriebsrat und insbesondere in den Delta/Astra-Werken war immer klar, dass GM mitdem Produktionsstart des Insignia in Rüsselsheim und anschließend des Astras die Ära der globalen Fahrzeugarchitekturen einläutet, die eine flexible globale Produktion in einer Fahrzeugklasse erlaubt (und somit auch Produktionsverlagerungen leichter macht als früher)und gleichzeitig daran arbeit, in den globalen Werken Fahrzeuge unterschiedlicher Fahrzeugklassen zu bauen, also eine zusätzliche Flexibiliserung umzusetzen. Der Plan, die globale Mittelklasse (Insignia u.a.) und die globale Kompaktklasse (Astra u.a.) zu flexibilisieren um beide Fahrzeugklassen in den gleichen Standorten theoretisch bauen zu können, ist nicht neu und dieses Ziel wird von GM Stück für Stück für alle Fahrzeuge umgesetzt werden (z.B. im Bereich der Kleinfahrzeuge: Agila und Corsa bzw. andere Marken). Am Ende kann es sein, dass in jedem Werk jedes Fahrzeug tendenziell technisch gebaut werden kann. Von daher haben der Europäische Betriebsrat von General Motors und die Europäischen Gewerkschaften immer argumentiert, dass die Zeit der lokalen Standortsicherungsstrategien (lokale Zugeständnisse, teilweise ohne Rücksicht auf andere Werke und Beschäftigt) bei gleichzeitiger Produktions- bzw. Invesstitionszusagen) keine Strategien sind, die erfolgreich Standorte sichern können. Stattdessen wurde bewußt auf die Entwicklung einer gemeinsamen Solidarstrategie gesetzt, die durch die Verfolgung gemeinsamer Interessen die Zukunft gemeinsam sichert. Deshalb war von Anfang an im Falle der Produktionsverteilung des Astras ein europäischer Rahmenvertrag die zentrale Forderung des EEF und der Gewerkschaften. Wenn jetzt GM plant, Fahrzeuge, die auf einer globalen Fahrzeugarchitektur in Rüsselsheim gebaut werden sollten, auf einer anderen Fahrzeugarchitektur zu bauen, dann kann die gemeinsame Forderung nur sein, dass selbstverstädnlich diese Fahrzeuge im Werk Rüsselsheim gebaut werden müssen. Das heißt aber auch, dass selbstverständlich der Astra in den dafür vorgesehenen Werken wie geplant gebaut werden muss. Theoretischen Planspielen einiger Manager, die Bochumer Beschäftigten dadurch zu verängstigen, dass der Astra dann ja auch in Rüsselsheim gebaut werden könne, wurde immer gemeinsam im Eurobetriebsrat (EEF) entgegengetreten und der paraphrierte europäische Rahmenvertrag für die Delta/Astra-Werke gibt diesen ja auch die Sicherheit, die sie für die Zukunft benötigen. Die eigentlich Frage ist also, was soll mit diesen öffentlichen Planspielen, die Bochumer Kolleginnen und Kollegen zu verunsichern, errreicht werden??

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