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25/05/2007

Mehrarbeit III

Aus Russelsheim

Positive Signale

Geschäftsleitung macht Zusagen zur Regelung des Personalüberhangs Der Betriebsrat hat in den vergangenen Wochen Anträge auf Mehrarbeit streng geprüft, um einen Ausgleich zwischen dem Personalüberhang in der Produktion bei gleichzeitigem Personalmangel in anderen Breichen zu erwirken. Diese Maßnahme war notwendig, weil entgegen aller guten Argumente die europäische GM Zentrale nicht bereit war, überhängiges Personal aus der Produktion bis zum Anlauf des Epsilon in anderen Abteilungen (z.B. Facility Management) zu beschäftigen. Die konsequente Haltung des Betriebsrats hat trotz der Verweigerungshaltung des Züricher Managements dazu geführt, dass die Geschäftsleitung jetzt bereit ist, das temporäre Beschäftigungsproblem durch die Einrichtung vorübergehender Arbeitsplätze außerhalb der Produktion zu lösen. In diesem Zusammenhang wurden von der Geschäftsleitung folgende Zusagen gemacht:

· 466 Beschäftigte werden in anderen Abteilungen (z.B. ITEZ, Powertrain, CKD, Dudenhofen etc.) eingesetzt
· Die Entwicklungsbereiche werden Mitarbeiter/innen aus der Produktion mit Technikerqualifikation übernehmen
· Facility Management wird weitere 10 Mitarbeiter/innen einsetzen
· Für den rechnerisch dann noch vorhandenen Personalüberhang von ca. 80 Beschäftigten wird die Geschäftsleitung bis Juni 2007 eine alternative Beschäftigung finden
Der Betriebsrat sieht in dieser Zusage einen Schritt in die richtige Richtung und will ergänzend dazu folgende Punkte positiv regeln:
· Arbeitszeitanpassung in der Produktion (30plus) bis zum Anlauf des Epsilon
· Insourcing der Produktion für das Cockpit
· Übernahmeregelung für Jungfacharbeiter ab Januar 2008

Aufgrund dieser Entwicklung wird der Betriebsrat vorerst bis Juni 2007 einen größeren Spielraum bei der Gewährung von Mehrarbeitsanträgen einräumen. Unabhängig davon hat der Betriebsrat ein juristisches Verfahren eingeleitet, in dem geprüft werden soll, ob die GM Europazentrale in Zürich unter Umgehung der Opel-Geschäftsleitung direkten Einfluss auf personelle Maßnahmen in Deutschland nehmen kann.

Diese Entwicklung hört sich gut an.
Zumindest im ersten Moment. Nach Rücksprache mit dem BR wurde mir aber bestätigt, daß ALLES nur temporär auf Leihbasis erfolgt(Also nichts festes), was allerdings auch aus dem Artikel hervorgeht.

"durch die Einrichtung vorübergehender Arbeitsplätze außerhalb der Produktion zu lösen."

Man darf sich also -trotz verbesserter Qualifikation durch Weiterbildung- erst mal nicht zuviel Hoffnung machen.
Diese Entwicklung hört sich gut an.
Bleibt abzuwarten, ob das GM Management seine Zusagen auch einhält.
leider haben wir in der Vergangenheit andere Erfahrungen gemacht.
Rüsselsheim bekommt viele Arbeiten aus Antwerpen (Schnittteile, Pressteile). Will sich Rüsselsheim auf Kosten eines anderen Werkes retten?

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