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05/07/2007

Keine Ausgliederung von Arbeitsplätzen ohne Absicherung durch neuen Zukunftsvertrag bis 2016 für alle Werker!

Warum wird in Bochum ausgegliedert obwohl noch keine Europäischer Zukunftsvertrag abgeschlossen wurde der alle Arbeitsplätze bis 2016 absichert? Bisher dachten wir immer das Bochum Teil der Solidaritätsstrategie des Eurobetriebsrats ist (deltagruppe). Werksschließungen sollen durch gemeinsame Aktionen und Handeln (keine lokalen Absprachen und Verhandlungen) verhindert werden. Warum wird jetzt von Bochum das Solidaritätsabkommen aller europäischen Delta-WErke gebrochen? Warum wird jetzt in Bochum massiv Arbeit ausgegliedert? Gibt es schon eine Zukunftssicherung für die bochumer Werker bis 2016 das sie keinen gemeinsamen Europäischen Zukunftsvertrag mehr brauchen?

Jeder weiß, das wer GM Forderungen erfüllt ohne eine Zukunftsabsicherung für das Werk zu bekommen leichtfertig handelt. Welchen Anreiz soll GM noch haben eine Absicherung bis 2016 für alle Delta-Werke zu vereinbaren wenn in Bochum schon "Vorarbeit" durch einseitiges Entgegenkommen erbracht wird? Das soll man verstehen. Da wird wirklich ein Bereich nach dem anderen ausgegliedert (Business Mall 2, Ausbildung, FM, Feuerwehr..) und dies noch als unvermeidbar und Glanzleistung der Belegschaft präsentiert (man habe jetzt handeln müssen, sonst sei es zu spät.. Da hat Herr H. von GM/Opel wirklich ganze Arbeit geleistet..). Und niemand hat jemals eine Garantier der Arbeitsplätze für die nicht ausgegliederten Arbeitsplätze gesehen. Ja, Forster hat in den Medien gesagt, das Werk sei langfristig gesichert. Wer glaubt das ohne Vertrag, der eine Werkschließung bis mind. 2016 ausschließt? Wie kann es sein, dass die ausgegliederten Kollegen am Ende besser abgesichert sind als die, die ca. 3000 dann noch im Werk arbeiten werden? Warum wird einfach akzeptiert, das das Werk in Gleiwitz voll gefahren wird und Bochum nur noch zum Werk wird das die dort nicht zu produzierenden Autos herstellt? Was bedeutet das jeder Volumensrückgang zukünftig nur noch bochum treffen wird (wieviele Arbeitsplätze wird das noch zusätzlich nach 2011 kosten??) Warum wird all das in Bochum den Menschen nicht gesagt? Man kann den Eindruck haben hier wird GM Managern mehr vertraut als den eigenen Kollegen in den anderen Werken. Wieviel Arbeitsplätze sollen den am Ende nach 2011 übrig bleiben, wenn der Höhepunkt des nächsten Astra überschritten sein wird?? Warum macht bochum Verträge über Ausgliederungen ohne Zukunftssicherung mit GM zu vereinbaren und steht nicht geschlossen in gemeinsamer Front in Europa als einziges Werk??? Fakt ist, ein einzelnes Werk hat in Europa keine Chance gegen GM. Wer das glaubt ist hoffnungslos naiv. Deshalb kann es nur heißen: Keine weiteren Ausgliederungen ohnen Zukunftssicherung für alle bis 2016. Wir brauchen einen europäischen Zukunftsvertrag bis 2016 der die Schließung eines Delta-Werks ausschließt. Alles andere hilft nur GM. Wo bleibt das stolze, kampfstarke Bochum. Jetzt sind wir noch stark einen gemeinsamen Zukunftsvertrag für alle bis 2016 zu erreichen. Wenn ihr alles hergibt, werden wir das nicht schaffen bei GM durchzusetzen. Deshalb, zurück in die Reihe der gemeinsamen Strategie gegen GM - Für eine zukunftssicherung für alle bis 2016.

Was Tun
Rainer warum diese Wortgewalt ausser Ablenkung kein einziger Satz mit Substanz. Du bist jetzt an einem Punkt angekommen, wo Ablenken nicht mehr hilft. Du bist der einzige Betriebsratsvorsitzende der Outsorcing Vereinbarungen unterschrieben hast. Weder in England, Schweden, Polen noch Spanien haben die Kollegen so unsolidarisch gehandelt wie Du.
Du Verstößt auch gegen den Zukunftsvertrag denn dort ist abschließend geregelt was fremd vergeben werden darf und was nicht.
Fremdvergabe ist kein automatisches MUSS. Die Rüsselsheimer haben verhindert die Wagenverladung auszulagern.
Sonst waren die doch immer die laschen Jungs und Co Manger und ihr seit immer auf die Wiese gegangen und habt alles politisch gelöst.
So ändern sich die Zeiten.
Wie sagte ich doch damals:
"der linke Radikalismus ist die Kinderkrankheit des Kommunismus"
Kollege Schäfer-Klug,
anscheinend hast du immer noch nicht begriffen, welchen Unsinn du hier verbreitest und welchen Schaden du mit deinen Unterstellungen anrichtest.

Du behauptest, unser Vorgehen in Bochum würde unser gemeinsames europäisches Vorgehen schwächen. Das ist Quatsch, genau das Gegenteil ist der Fall und das haben alle anderen Bochumer während der Delta-Konferenz ausführlich erläutert. Warum verschweigst du das?

In welchem Auftrag maßt du dir an, im Namen der anderen Standorte zu sprechen? Dazu hast du kein Mandat.

Diese Debatte muss vor allem innerhalb des EEF und der Delta-Group geführt werden. Warum und in welchem Auftrag beginnst du in diesem Blog (weltweit für Freund und Feind sichtbar) deine Kampagne?

Im Übrigen:
Wir verstoßen nicht gegen das europäische Solidaritätsabkommen!
Wir sichern mit unserem Weg Arbeitsplätze ab, die es in anderen europäischen Werken (u.a. auch in Rüsselsheim) nicht mehr gibt!
Wir haben bessere Regelungen erreicht als im europäischen Rahmenvertrag vereinbart (damit eine gute Grundlage für die europäischen Verhandlungen geschaffen).
Wir reden teilweise über Outsourcingprojekte, die im Gesamtbetriebsrat vereinbart sind.
Wir stehen nicht im Konflikt mit den anderen europäischen Betriebsräten (das ist eher dein Wunschdenken).

Da ich inzwischen den Eindruck habe, dass der Berater Wolfgang Schäfer-Klug Beratungsresitent ist und seine Funktion und dieses Forum für seinen persönlichen Kreuzzug missbraucht und niemand in der Lage ist, diesem Kollegen seinen Grenzen aufzuzeigen, war dies mein letzter Beitrag in diesem "GM Workers Blog".
Eine ausführliche Stellungnahme wird in geeigneter Form von mir folgen.
Rainer, schimpfen und diffamieren hilft nicht wirklich. Fakt ist, dass du telefonisch den versammelten Kollegen der anderen GM-Standorte hast erklären lassen, dass du weiter Verträge in Bochum mit dem Management unterzeichnen willst, weil nur jetzt noch gute Lösungen machbar seien, obwohl noch kein Europäischer Zukunftsvertrag für alle Delta-_Werke unterzeichnet ist. DIe Kollegen in Ellesmere Port haben trotz der Abstimmung über den Horrorkatalog im Werk keinerlei Zugeständnisse unterschrieben udn werden das bis zum Abschluss des Rahmenvertrags auch nicht tun.In Schweden und Polen gibt es keine unterzeichneten Verträge und in Trollhättan kämpfen die kollegen gegen outsourcing und bestehen auf einem gemeinsamen Zukunftsvertrag. Das ist Fakt. Die Frage ist einfach die, schwächen oder stärken die von dir angestrebten Vereinbarungen als einseitige Vorleistung unsere Position gegenüber dem GM Management ja oder nein. Alle außer dir denken es schwächt unsere Durchsetzungsfähigkeit und das ist ein ernstes Problem. Eisenach wurde übrigens von dir doch auch kritisiert als GM dort noch zusätzliche Astra-Kapazitäten aufbauen wollte, oder? Alles was der Europäische Betriebsrat von dir erwartet ist, dass du erst Verträge unterzeichnest, wenn alle Delta-Werke, einschließlich Bochum eine Zusage bis 2016 haben. Darum geht es und sonst nichts. Viele Grüße
Es reicht!
Die Behauptung von Wolfgang Schäfer-Klug, dass die Bochumer das europäische Solidaritätsabkommen der Delta-Standorte brechen, ist eine Unverschämtheit und dreiste Lüge.

Die Absicht von Wolfgang Schäfer-Klug ist erkennbar: Einerseits ist er ein guter Organisator (das ist seine wirkliche Bedeutung im Euro-BR), aber politisch lebt er in einer Schein- bzw. Parallelwelt. Und wer in den Meetings seinen Vorstellungen nicht folgt, wird anschließend gnadenlos in seitenlangen Traktaten niedergemacht und diffamiert. So geschehen mit den englischen Kollegen, den Kollegen in Eisenach, dann die polnischen Gewerkschafter und jetzt wieder sein Lieblingsgegner, die Bochumer und der Bochumer Betriebsrat.

Jetzt ist das Maß voll. Ich werde dieses Treiben nicht länger akzeptieren. In Kürze werde ich in geeigneter Form auf die Vorwürfe und Unterstellungen von Wolfgang Schäfer-Klug antworten.

Rainer Einenkel
Vorsitzender des Bochumer Betriebsrates
Glaube nicht, dass hier böse über die Menschen in Bochum im Werk geschrieben wird. DAs Problem ist ganz einfach das. Wenn es eine Solidaritätsvereinbarung zwischen den Delta-Werken gibt nicht lokal Zugeständnisse in VErtägen zu unterschreiben bevor das wichtige Ziel eines Europäischen Zukunftsvertrags bis 2016 erreicht ist, dann ist das strategisch absolut richtig. Es muß doch das Eigeninteresse der Bochumer Belegschaft sein - auch jenseits aller Solidarität mit anderen Werken - das Zugeständnisse nicht gemacht werden bevor das Werk und seine Menschen wirklich langfristig gesichert sind. GM will Bochum zum "Flexwerk" machen, d.h. Gleiwitz wird immer voll gefahren und GM wird dann je nach Marktnachfrage über Bochum in Zukunft "atmen". Weißt du was das für die Arbeitsplätze heißt?? Das heißt das bei den 3.200 die jetzt für den neuen Astra vorgegeben nicht Schluß sein wird. Da hilft es auch nicht mehr weiter, alle Nichtkernarbeitsplätze nach außen zu geben - selbst mit guten outsourcingsverträgen. Wenn diese Jobs alle als Opel jobs abgebaut werden und wenn darüberhinaus viele mit Abfindungen gehen sollen, muß doch wenigstens bevor diese GM Forderungen erfüllt werden die Zukunft garantiert sein, oder?? Die Forderung des Europoäischen Betriebsrats und der Delta-Gruppe ist ganz einfach: Garantie für die Delta-WErke für den ganzen Lebenszyklus des nächsten Astras bis 2016, keine betriebsbedingten Kündigungen, Zusage 3-Schichtbetrieb, faire Kapazitätsverteilung. Solange es das nicht gibt, wird kein lokaler Vertrag unterschrieben. Hat Bochum diese Garantie für seine Menschen und das Werk? Dann wäre es wichtig diesen Vertrag und diese Zusage zu kennen. Wenn nicht, ist nicht eine wichtige Überlebensfrage zu lösen. Und glaube doch keiner, dass GM solche wichtigen Zusagen macht, wenn man ihnen schon vorher das gibt was sie haben wollen. Wenn es diese Zusage bis 2016 gibt, ist es sicher die Sache der einzelnen Werke ob man alle sogenannten Nicht-Kernarbeitsplätze auslagern will (Business Mall 2, Facility Management, Werkschutz, Ausbildung usw.). Aber ganz nebenbei gesagt, klar ist auch, dass dies Auswirkungen auf dein Heimatwerk haben wird. Rüsselsheim wird nach diesen Bochumer Verträgen, die schon abgeschlossen sind bzw. weitere die noch abgeschlossen werden sollen, erheblich unter Druck kommen. In Rüsselsheim gibt es viele Arbeitsplätze im Facility Management und viele im Werkschutz, und der rüsselsheimer Betriebsrat will die Ausbildung nicht rausgeben. Ist das solidarisch wenn solche Vorhaben ohne rücksicht auf andere Werke einfach betrieben werden?
Als Rüsselsheimer arbeite ich seit einiger Zeit im Bochumer Werk. Als erstes bin ich froh, dass es im Bochumer Opel-Werk genug Arbeit gibt. Die Menschen sind sehr nett und solidarisch und ganz anders wie uns in Rüsselsheim immer erzählt wird.
Das mit den Auslagerungen kann ich nicht bestätigen. Die Auslagerungen habe ich bisher nur in Rüsselsheim erlebt. Der Vertrauensmann in meinem Bereich hat mir die Verträge gezeigt und da steht ganz genau drin, dass die Arbeitsplätze alle bei Opel im Werk geblieben sind. Vielleicht sollte man nicht so viele dumme Gerüchte über Bochum verbreiten. Oder gibt es Auslagerungen, von denen die Bochumer Belegschaft nichts weiß. Dann sollten sofort die Karten auf den Tisch gelegt werden.
Das war doch alles schon lange in Bochum dem Management zugesagt. Uns wundert das nicht. Ist doch klar was GM dann machen wird mit dem alten Werk hier. Wenn der nächste Astra mit der Nachfrage wird das Werk zugemacht, spätestens 2014.

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