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07/05/2009

Fiat plant die Schließung zweier Werke von GME

Fiat plant laut Berichten weniger Werksschließungen als bislang angenommen, sollte es zu einer Übernahme des Europageschäfts von General Motors kommen. Unternehmensberater Roland Berger, der im Verwaltungsrat des Opel-Interessenten sitzt, sagte zu einer Zeitung, es solle ein Werk in England und eines in Polen geschlossen werden.

Produktion bei GME: Es ist noch unklar, welche Werke Fiat wirklich schließen wird, sollte es zum Einstieg bei GM Europe kommen.

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Hamburg. Fiat plant bei einer Übernahme des GM-Europageschäfts mit Opel laut Zeitungsberichten nun weniger Werkschließungen als zunächst angepeilt. Bei der Opel-Mutter General Motors (GM) wird unterdessen wieder ein Milliarden-Quartalsverlust erwartet. Die Bundesregierung bereitet angeblich schon einen Krisenplan für den Fall einer GM-Insolvenz vor.

Nach den Fiat-Plänen sollten ein Werk in England und ein Werk in Polen geschlossen werden, sagte der Unternehmensberater Roland Berger, der im Verwaltungsrat des Opel-Interessenten sitzt und in die Gespräche involviert ist, der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag). Nach Informationen der Zeitung geht es dabei um die Standorte Luton und Tychy. Das deutsche Autoteile-Werk Kaiserslautern solle nicht geschlossen werden, betonte Berger. Fiat plane, den neuen Verbund aus Fiats Autosparte, GM Europa und dem Chrysler-Anteil innerhalb von drei Jahren an die Börse zu bringen, sagte der Unternehmensberater.

Nach Informationen des "Handelsblatts" will Fiat auch zwei eigene Fabriken schließen: Eine in Norditalien und eine in Süditalien. Die Werke in Rüsselsheim und Bochum sollten verkleinert werden, hieß es. Kleiner werden sollen dem Bericht zufolge auch die GM-Werke in Saragossa (Spanien), Trollhättan (Schweden) und Antwerpen (Belgien). Die Opel-Zentrale bleibe in Rüsselsheim.

Nach "FTD"-Informationen bräuchte Fiats neuer Autobund Kredite von rund 6,4 Milliarden Euro: Opels Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf 4,4 Milliarden Euro, weitere Schulden auf 2 Milliarden Euro.

"Projekt Phoenix"

Die Fiat-Pläne seien Teil des am Montag vorgelegten Konzepts "Project Phoenix", schrieben die Zeitungen. Das sei das Papier, das Fiat-Chef Sergio Marchionne am Montag der Bundesregierung vorgelegt habe. Der vorherige Plan "Project Football" habe die Schließung von zehn Werken in Europa vorgesehen. Fiat hatte zuvor eine solche Dimension zurückgewiesen.

Unterdessen bringt sich auch der zweite Opel-Interessent in Stellung, der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna. Im Verbund mit Opel ließen sich "sowohl Plattformen als auch wesentliche Module" miteinander teilen, argumentierte am Mittwoch der Co-Chef von Magna, Siegfried Wolf.

Fiat bekräftigte am Mittwoch auch das Interesse an der schwedischen GM-Tochter Saab. Dies sei eine interessante Gelegenheit, sagte Marchionne der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Der Fiat-Chef kündigte in dem Interview zudem an, er werde den Plänen zufolge künftig auch Chrysler-Chef sein. Fiat will mit dem GM-Europageschäft rund um Opel sowie dem insolventen amerikanischen Autobauer Chrysler einen der größten Hersteller der Welt bilden.

Bei der Opel-Mutter GM wird für das erste Quartal ein Minus von rund sieben Milliarden Dollar befürchtet. Es wäre der achte Quartalsverlust in Folge. GM legt die Zahlen am frühen Nachmittag europäischer Zeit vor. Auch angesichts schwieriger Verhandlungen mit den GM-Gläubigern rechne die Bundesregierung inzwischen intern fest damit, dass GM Ende Mai oder Anfang Juni einen Insolvenzantrag mit Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts beantragen müsse, schrieb die "FTD". Komme GM in die Insolvenz, gerate GM Europe sicher in Liquiditätsschwierigkeiten, warnte Berger in der "FTD". Die Zeitung schrieb, der Krisenplan der Bundesregierung sehe auch kurzfristige Liquiditätshilfen für Opel vor, um den Betrieb des Autobauers aufrechtzuerhalten. (dpa/gem)

Unglaublich wie Minister guttenberg von Berger beeinflußt wird. Siehe da, auch bei der Reise zu den Emiraten hat Herr Guttenberg, das Aufsichtsratsmitglied von Fiat, im Gepäc. Zeitgleich arbeiten die berater seiner Firma für GEneral Motors Europa. Wie kann die Politik sich so zum Spielball von "Beratern" sprich wirtschaftlichen Interessengruppen machen. Wir hatten nie einen inkompetenteeren und unfähigeren Wirtschaftsminister!!!
Das ist schon hammerhart was Herr Berger hier bringt. Selbst an der Fiat Offerte aktiv beteiligt, seine Berater arbeitend für GME und dann nach Widerstand in der Öffentlichkeit und in der Politik der "besondere", abgemilderte Plan für die Politik und die Medien. Wer glaubt diesem Herrn denn? Jeder weiß, dass wenn Fiat Opel übernimmt spätestens nach der Wahl in Deutschland das große Schließen und Entlassen beginnt. Berger und Marchione wollen Fiat retten, nicht Opel.

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