EEF sieht keine Notwendigkeit für Werkschließung
Europäisches General Motors Arbeitnehmerforum (EEF) sieht keine ökonomische Notwendigkeit für Werkschließung, ist aber bereit, potentielle finanzielle Lücken zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu schließen
Nach einem Treffen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe in Rüsselsheim, bestehend aus Vertretern des Managements und der Arbeitnehmer, erklärte das Europäische Arbeitnehmerforum von General Motors heute, dass es keine ökonomischen Gründe für eine potentielle Werkschließung im Zusammenhang mit der Produktionsvergabe des nächsten globalen Delta (Astra) gäbe. Laut EEF ist ein realistisches Szenario ökonomisch machbar, bei dem alle Werke überleben könnten. Es gäbe aufgrund der neuen globalen Fahrzeugarchitekturen eine Menge von Möglichkeiten für zusätzliches Volumen jenseits der 750.000 Einheiten, die das GM Management den Arbeitnehmervertretern vor 2 Wochen gezeigt hatte. Ein wichtiges Prinzip für die Arbeitnehmervertreter ist, dass Fahrzeuge, die in Europa verkauft werden sollen, auch in den europäischen Werken produziert werden sollen.
Nach Auffassung des Europäischen General Motors Arbeitnehmerforums sind die Arbeitnehmervertreter in der Lage eine mögliche finanzielle Lücke von schätzungsweise 290 Mio. Euro zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Werke zu schließen. Eine Voraussetzung hierfür wäre, dass das GM Management bereit wäre an gemeinsamen Lösungen jenseits einer Werkschließung und in Richtung auf eine faire Kapazitätsausnutzung zwischen den Delta-Werken zu arbeiten. Weitere Reduzierungen von Strukturkosten würden ebenfalls gemeinsam untersucht, wenn das GM Management die notwendigen konsolidierten Daten zur Verfügung stellt. In diesem Informations- und Konsultationsprozess auf europäischer Ebene werden die Arbeitnehmervertreter von professionellen ökonomischen Beratern (Management Engineers) unterstützt, die alle Daten und Vorschläge des Managements überprüfen.
Worker
14/04/2007