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23/03/2007

EEF-Flugblatt 2007-03-19

Verhandlungen über Produktionszuteilung für nächste Astra-Generation haben begonnen – Arbeitnehmervertreter sind nur bereit, über Szenarien ohne Werkschließungen zu sprechen

Heute begannen die europäischen Verhandlungen zwischen General Motors und den Arbeitnehmervertretern über die Produktionszuteilung des nächsten, globalen Astras („Delta“). Einige Tage zuvor hatte Carl-Peter Forster, Präsident von General Motors Europa, den Medien gegenüber erklärt, dass es das Ergebnis dieser Verhandlungen sein werde, ob ein Werk geschlossen werde oder nicht. Im Gegensatz dazu machte das Europäische Arbeitnehmerforum von GM (EEF) in den Verhandlungen unmissverständlich klar, dass es nur bereit ist, über Lösungen jenseits von Werkschließungen zu sprechen. Insbesondere Vorentscheidungen über die Produktionsvergabe zukünftiger globaler Deltamodelle für den europäischen Markt in Werke außerhalb der bestehenden europäischen GM Werke werden nicht akzeptiert.

Während des Treffens in Rüsselsheim präsentierte das GM Management erste ökonomische Schätzungen und Planungsdaten für die sogenannte „Globale Delta Architektur“, auf der Modelle wie der nächste Opel Astra gebaut werden sollen. Experten von „Management Engineers“ nahmen ebenfalls auf Wunsch der Arbeitnehmervertreter an den Verhandlungen teil. Die Arbeitnehmervertreter machten von ihrem Recht Gebrauch, während des Europäischen Verhandlungsprozesses von ökonomischen und juristischen Beratern unterstützt zu werden. Die von allen europäischen Gewerkschaften und GM Werken unterstützten Kernforderungen des Europäischen GM Arbeitnehmerforums für die Verhandlungen sind:

  • Keine Werkschließungen und keine betriebsbedingten Kündigungen
  • Keine Verletzung nationaler Tarifverträge
  • Europäischer Rahmenvertrag zu Outsourcing
  • Europäischer Zukunftsvertrag bis 2016
  • Faire Produktionszuteilung
  • Nutzung der Globalen Delta Architektur, um das europäische Produktionsportfolio zuerweitern und zusätzliche GM Marken zu fertigen

Die Beschäftigten von General Motors in Europa sind sich bewusst, dass die Rahmenbedingungen in der Autoindustrie durch brutalen Wettbewerb bestimmt sind. Aber nichtwettbewerbsfähige Produktportfolios und die weitere Schaffung von Produktionsüberkapazitäten sind nicht Fehler der Beschäftigten. Das Management hat bisher diese Art von Entscheidungen auf Kosten der Beschäftigten in Europa und Nordamerika getroffen. Deshalb versuchen die Arbeitnehmervertreter gemeinsame
Lösungen mit dem GM Management zu finden, von denen beide Seiten profitieren können. Aber wenn das GM Management auf einer Werkschließung besteht, werden die europäischen Beschäftigten und Gewerkschaften gemeinsam kämpfen.

Jedes Werk und jede Belegschaft in Europa, die in Solidarität handelt, wird europäische
Solidarität erhalten!

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