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05/06/2008

Die IG Metall im Betriebsrat Rüsselsheim informiert: Die Notbremse muss gezogen werden!

Seit den Forderungen des Betriebsrats letzte Woche an die Geschäftsleitung hat sich außer dem Ankündigen einiger Maßnahmen, von denen noch nicht einmal klar ist, ob sie umgesetzt werden, nichts bewegt.

Deshalb hat der Betriebsrat heute der beantragten Mehrarbeit am Standort nicht zugestimmt. Hier ein Überblick über die Gesamtsituation:

· Gleitzeit- und Mehrarbeitskonten Mai 2008: 600.000 Stunden

· (Vergleich im Jahr 2007: 1 Million Stunden)

· 380 Beschäftigte zwischen 100 – 500 Stunden

· 1.600 Beschäftigte zwischen 66 – 99 Stunden

· Neueinstellungen vereinbart: 346 für 2008 - 60 eingestellt

· Abbaupläne: keine

· Einige hundert Beschäftigte nahe an 240-Stunden-Mehrarbeitsgrenze

· Auslernende bisher von den Fachbereichen nicht angefordert

· Fehlendes Personal im Werk

Die Gefahr, dass das Desaster vom letzten Jahr noch übertroffen wird, ist groß, wenn jetzt nicht gegengesteuert wird.

Besonders gravierend ist die Situation bei Schlüsselleuten in der Instandhaltung und vor allem im H-Bau. Dort erklärt das Management gegenüber den Beschäftigten, dass es nicht wisse, wie die max. 240 Stunden Mehrarbeit pro Jahr einzuhalten sind. Es versucht sogar, den Betriebsrat damit zu erpressen, die Beschäftigten gegen ihn aufzustellen, wenn er nicht der nötigen Mehrarbeit zustimmt, um die Projekte mit der vorhandenen Personalzahl abzuarbeiten. Die ME-Leitung ist nicht in der Lage, das für die Zukunft des H-Baus notwendige Personal bei GME in Zürich durchzusetzen und versucht stattdessen, Projekte mit einer permanenten Wochenarbeitszeit von bis zu 70 Stunden abzuarbeiten.

Gleichzeitig verlassen viele Kolleg/innen im H-Bau Monat für Monat per Altersteilzeit das Unternehmen, ohne dass junge Leute eingearbeitet werden. Diese Politik verletzt nicht nur geltende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, sondern setzt die Zukunft des Werkzeugbaus aufs Spiel.

Der Betriebsrat wird sich dieser versuchten Erpressung durch das Management nicht beugen, sondern bleibt bei seiner Forderung, dass Jungfacharbeiter/innen nicht extern eingesetzt sondern im H-Bau eine Zukunft erhalten sollen.

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