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26/10/2008

Beobachter

Rainer Einenkel,

danke für diese tollen Schlagzeilen. Opel bahnt mal wieder den Weg der schlechten Nachrichten frei VW, Ford und Co können relativ unbeschadet die gleichen Botschaften verbreiten. Gut, dass es wenigstens einen Botschafter der schlechten Nachrichten bei Opel gibt. Schlimm ist nur, dass das auch noch der Betriebsratschef ist. Klar, je mehr über schlechten Verkauf geredet wird, umso mehr halten sich die Kunden zurück und umso mehr produktionsfreie Tage müssen gefahren werden. Aber hauptsache Sie Herr Einenkel stehen mal wieder in Kampfeshaltung vor dem Tor 1 in Bochum und philosophiert über die Gewalttaten des Kapitals.

Da sollte man als Beaobachter annehmen, dass dann hinter den Werksmauern ordentlich für Arbeitnehmerinteressen gekämpft wird. Fehlanzeige. Alles wird über den Tisch gereicht, Hauptsache man kann den anderen Werken in Europa eins auswischen. Outsourcing, Einkommensverlust, Weihnachtsgeld Abzug.....

Ich kann nur eins sagen: Ich scheisse auf den neuen Geist von Bochum. Bei dem alten Geist sind die Mitarbeiter aufrecht gewesen und jetzt werden sie vom großen Meister zur Schlachtbank geführt.

Da ist es ja gut, dass das Werk in Antwerpen jetzt für den Caravan ab 1.1. flexibilisiert wird. Da kann der Herr Einenkel dann ja für seine miesen Nachrichten seine Belegschaft mit weiteren Arbeitslosigkeitstagen bezahlen lassen

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