„Autos bauen zum Nulltarif“
Nach Medienspekulationen sollen Autos zum Nulltarif und der nächste
Astra auch in Rüsselsheim gebaut werden.
Der 2005 abgeschlossene Zukunftsvertrag regelt für das Werk Rüsselsheim
ein Volumen von 293.000 Einheiten im 3-Schichtbetrieb bei mindestens
3.470 Beschäftigten. Da dieses maximale Volumen derzeit nicht durch entsprechende Planungen abgesichert ist, fordert der Betriebsrat zusätzliche Modelle auf der globalen Midsize-Architektur (Epsilon II) nach Rüsselsheim.
Da Beschäftigte und Kapazität vorhanden sind, würden zusätzliche Volumen
nur die Materialkosten bedeuten.
Im März 2008 hatte die gesamte Belegschaft im Werk durch Korridortage
im Durchschnitt ein Minus von 25 Tagen, in einzelnen Großbereichen
sogar minus 47 Tage, bei normaler Bezahlung von 35 Stunden: also trotz Freischichten keine Kürzung des Monatsentgelts. Das Arbeitszeit-Korridor-
Modell (30 - 40 Std.) ermöglicht diese Flexibilität. Wird das Werk voll
ausgelastet, muss dieses Minus wieder ausgeglichen werden, zum Beispiel
durch maximal 15 Samstage pro Person und Jahr. Diese Regelung basiert
auf der Grundlage bestehender Tarifverträge und sichert seit vielen Jahren Arbeitsplätze und reguläres Entgelt maximal ab.
Dies gilt auch für die Zukunft.
Zur Astra-Fertigung in Rüsselheim:
Nach nicht offiziell bestätigten Informationen soll der nächste Saab 9-3
nicht wie ursprünglich geplant auf der Epsilon II sondern jetzt
auf der Compact Car (Delta) Architektur gefertigt werden. Sollte sich dies bestätigen, wäre eine massive Unterauslastung des Werkes Rüsselsheim
die Folge. Dies würde vom Betriebsrat so nicht akzeptiert.
Der Betriebsrat fordert, dass die fehlenden Kapazitäten ausgeglichen
werden müssen, damit die vertraglich vereinbarten Zusagen für
Rüsselsheim eingehalten werden.
IG Metall im Betriebsrat Rüsselsheim
Anonymous
10/04/2008
Anonymous
09/04/2008
Anonymous
08/04/2008