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13/07/2007

Autobauer bei Fiat in Tychy erringen Sonderprämie

Die Gewerkschaften bei Fiat Auto Poland im südpolnischen Tychy haben gestern eine Streikaktion abgeblasen, weil sie dem Vorstand finanzielle Zugeständnisse abringen konnten.

Der Vorstand hat ihnen zum Produktionsstart des neuen Fiat 500 (zu Monatsbeginn) einen Sonderbonus und die Erhöhung des Weihnachtsgeldes zugesagt. Außerdem will man ein Kontrollsystem installieren, dass die Beschleunigung der Fertigungslinie verhindern bzw. kontrollieren soll. Die wichtigste Forderung der Fiat-Bauer - eine Erhöhung des Mindestlohns von 1435 Zloty (380 Euro) auf 2800 Zloty (742 Euro) brutto - blieb unerfüllt. Die Gewerkschaften wollen ab September weiter über dieses Thema verhandeln. “Es ist wichtig, dass uns der Vorstand endlich ernst nimmt und uns zuhören möchte”, freut sich die Chefin der Gewerkschaft Solidarnosc bei Fiat in Tychy, Wanda Strozyk. “Wir sind realistisch und fordern nichts Hals über Kopf. Aber wir wissen, dass sich die Finanzlage des Unternehmens gebessert hat, und die Früchte sind nicht gerecht verteilt worden. Deshalb werden wir vom Vorstand einen konkreten Zeitplan verlangen, bis wann der Bruttolohn auf 2800 Zloty angehoben wird”, sagt Strozyk. (Rzeczpospolita S. B1, 13. Juli 2007)

Das Motorenwerk in Tychy ist ein Joint-Venture von Fiat und GM.

Vielen Dank an das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Warschau für die Zusammenstellung der Informationen.

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