AUB plant nach Skandalen bei Siemens und Aldi Neuanfang
Die von Skandalen um gekaufte Betriebsräte bei Siemens und Aldi erschütterte Arbeitnehmerorganisation AUB plant nach Informationen des «Spiegel» einen Neuanfang.
In einem mit «Neue Ethik für Betriebsräte» überschriebenen Papier formuliere die AUB (Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger) zehn Thesen, an denen sich ihre Betriebsräte künftig orientieren sollen, berichtet das Nachrichtenmagazin. Um möglichst umfassende Transparenz und Unabhängigkeit zu garantieren, gingen die Regelungen zum Teil über das Betriebsverfassungsgesetz hinaus.
Der neue AUB-Vorsitzende Rainer Knoob lege in diesem Zusammenhang auch die Mitgliederzahlen offen. So habe die AUB statt der bislang kolportierten 30 000 lediglich rund 10 000 Mitglieder. Nach Bekanntwerden der Skandale habe sich diese Zahl um etwa 2500 verringert, so dass der AUB nur noch 7530 zahlende Mitglieder angehören.
Der frühere AUB-Vorsitzende Wilhelm Schelsky Schelsky sitzt seit Februar 2007 in U-Haft sitzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zur Untreue, Betrug und Beihilfe zur Steuerhinterziehung vor. Der von der Nürnberger Justiz ebenfalls angeklagte Ex-Siemens- Zentralvorstand Johannes Feldmayer soll mehr als 30 Millionen Euro Unternehmensgelder für den Aufbau der AUB als Gegenpol zur IG Metall bezahlt haben.

Anonymous
01/08/2008
WS
01/08/2008