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09/11/2008

1Mrd. $ Verlust bei General Motors Europa im 3. Quartal

GM schiebt massiv Verluste aus den USA nach Europa ab, um Druck auf die europäischen Belegschaften auszuüben. Europäischer Betriebsrat und Opel-Betriebsrat wehren sich gegen Bilanztrickserei.

Die schwache Autokonjunktur hinterläßt bei General Motors Europa (GME) Bremsspuren. Aber auch Währungsverluste drücken erheblich auf das Quartalsergebnis. So verursacht allein der Markterfolg von Vauxhall in England mehrere hundert Millionen an Währungsverlust (Pfund versus Euro), da mehr Opel/Vauxhall-Fahrzeuge in England verkauft werden konnten als im Land selbst produziert wurde. Aber jeder in Bochum, Antwerpen oder Gliwice vom Band rollende Astra, der nach England exportiert wird, erhöht durch den Währungsunterschied die Verluste von GME.

Dennoch war von Januar bis September das Ergebnis von GME nahezu ausgeglichen. Nun wird aber vom amerikanischen GM Management z.B. der 300 Mio. $ Verlust von Saab in den USA GME ans Bein gebunden. Hinzu kommt, dass durch den daramatischen Marktrückgang in den USA (45%) die Entwicklungskosten nach dem Gießkannenprinzip vom amerikansichen Management den anderen GM Regionen belastet und nicht nach dem Verursacherprinzip gebucht werden.

Nachteilig für General Motors Europa ist auch, dass die über 450.000 Chevy Einheiten in Europa nicht in der Bilanz von GME, sondern bei GM DAT in Korea erscheinen.D.h. die US-Verluste der in Europa produzierten Marke Saab werden GME belastet, nicht jedoch die Gewinne, die die in Korea und Europa produzierten Fahrzeuge der Marke Chevrolet in Europa erzielen. Die GM internen Verrechnungsmethoden spiegeln nicht die Leistung der Beschäftigten und der GM-Unternehmen in Europa wider.

Die europäischen Arbeitnehmervertreter wissen um die Verantwortung in schwierigen Zeiten. Deshalb wird der europäische Betreibsrat und der Vorstand von GME umgehend Gespräche führen, um Einsparungen entlang der Wertschöpfungskette zu finden. Massives Insourcing in Entwicklung, Administration und Produktion wird sicherstellen, dass kein Personal abgebaut wird.

Der europäische Betriebsrat aber wird nicht über die Kompensation von Verlusten verhandeln, die nicht in Europa entstanden und zu verantworten sind. Zu ernsthaften Verhandlungen über Einsparmöglichkeiten wird es allerdings nur kommen, wenn die von den europäischen Standorten vorgelegten Forderungen für konkrete Projekte, Zusagen und Investitionen für den Zeitraum bis 2016 sowie die Forderung nach einem langfristig angelegten europäischen Geschäftsmodell von GM erfolgreich in den Gesprächen angepackt werden können.

Trennt Euch endlich von GM, wenn Ihr es nicht schafft dann sag ich schon mal by by OPEL ( Dann können wir später mal erzählen, es war einmal ein Traditionsunternehmen ! )

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