Opel Geschäftsführung lässt auf Druck von GM Informationsgespräche gerichtlich verbieten
Auf Antrag der Geschäftsführung von Opel wurde per Gerichtsbeschluss vom 29. September 2008 dem Betriebsrat untersagt, weitere Informationsveranstaltungen zur Lage und Zukunft im Engineering durchzuführen.
Es ist seit Jahren Kultur am Standort Rüsselsheim, dass die Beschäftigten zeitnah und umfassend informiert und mit ihnen aktuelle Themen diskutiert werden. Gerade in wirtschaftlich unübersichtlichen Zeiten, dem ungehemmten Verteilungskampf der GM Entwicklungszentren und der Sprachlosigkeit des Managements sind der Dialog und das Gespräch die Grundlage jeglichen Zusammenarbeitens.
Die IG Metall im Betriebsrat bedauert es sehr, dass die Geschäftsleitung dies verhindern will. Die Vorgehensweise – eine gerichtliche Verfügung zu erwirken, ohne darüber zu sprechen - bestärkt uns in unserer Auffassung, dass die jahrelangen guten Arbeitsbeziehungen bei General Motors in Europa und bei Opel in Frage gestellt werden, die es bisher möglich gemacht hatten, auch schwierige Konflikte zu lösen. Die Verschlechterung, die bereits seit einigen Monaten eingetreten ist, hat nun eine neue Dimension erreicht.
Dies zeigt deutlich, dass für die langfristige Sicherung des Entwicklungszentrums die Beschäftigten, ihre Gewerkschaft, die IG Metall, und der Betriebsrat das Schicksal selbst in die Hände nehmen müssen.
Diese Vorgehensweise des Managements fügt sich nahtlos in die Politik des Managements gegen die Beschäftigten an den anderen europäischen Standorten ein.

WS
07/10/2008
H. S.
05/10/2008
Horst S.
04/10/2008
Anonymous
03/10/2008
Anonymous
01/10/2008
Anonymous
01/10/2008
Anonymous
01/10/2008