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20/04/2008

Opel Bochum will sich um Saab-Modell bewerben

Laut einem Artikel in "Auto, Motor, Sport" will General Motors den Nachfolger des Saab 9-3 nicht mehr auf der alten Vectra-, sondern auf Basis der Astra-Plattform bauen. Aufgrund dieser Entscheidung könnte der neue Saab, der 2012 auf den Markt kommen soll, nicht nur in Trollhättan, sondern auch in den Werken Bochum, Ellesmere Port und Gleiwitz gebaut werden.

 

Zudem prüft auch das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim, ab 2014/15 in die Astra-Fertigung einzusteigenund käme damit als Standort für die Saab-9-3-Fertigung in Frage. Derzeit werden in Rüsselsheim ausschließlich die Mitteklassemodelle Vectra und Signum produziert, die ab November vom Insignia abgelöst werden.

Fertigung des Saab 9-3-Nachfolgers in Rüsselsheim

Betriebsratschef Klaus Franz macht sich für eine Fertigung des Saab 9-3-Nachfolgers in Rüsselsheim stark und fordert einen alternativen Produktionsauftrag, falls das hessische Werk keinen Zuschlag bekommt. Der Betriebsrat des Bochumer Opel-Werkes, in dem der Astra gefertigt wird, fürchtet daraus resultierende Produktionsverluste und die Schließung eines der Werke, die Modelle auf der Delta-Komponentenarchitektur (Astra) bauen. "Mit der Delta-Plattform kann in Rüsselsheim auch der neue Astra und der Zafira produziert werden. Damit würden die Delta-Werke Bochum, Ellesmere Port, Gliwice sowie das Saab-Werk in Trollhättan unter noch größeren Erpressungsdruck geraten", schreibt der Bochum-Betriebsratschef Rainer Einenkel in einem Brief an die Belegschaft, der auto motor und sport vorliegt. "Es droht die Gefahr, dass eines dieser Werke auf der Strecke bleiben könnte."

Produktion auch in einem US-amerikanischen GM-Werk

Im Interview mit auto motor und sport lässt Einenkel keinen Zweifel daran, dass sich Bochum um die Fertigung des Saab 9-3 bewerben will: "Wenn der Saab 9-3 auf Delta-Plattform gebaut wird, dann hat natürlich Werk und Belegschaft in Trollhättan vorrangig das Recht, diese Produktion zu bekommen. Hat Trollhättan keine Interesse oder erfüllt das Werk die Voraussetzungen dafür nicht, kann sich jedes andere Delta-Werk für diese Produktion bewerben - also auch Bochum." Nach internen GM-Plänen soll der Nachfolger des Mittelklasse-Modells Saab 9-3 kommende Dekade erstmals auch im wichtigen Absatzmarkt USA produziert werden. Auch der Nachfolger der US-Variante des Astra, die in den USA unter der Marke Saturn läuft, wird nach Informationen von auto motor und sport kommende Dekade nicht mehr in Europa, sondern in einem US-amerikanischen GM-Werk produziert - wahrscheinlich gemeinsam mit dem Saab 9-3-Nachfolger.

Ein GM-Europe-Sprecher wollte die Pläne nicht kommentieren: "Unser Management äußert sich im Moment noch nicht zum Produktionsstandort des zukünftigen Saab 9-3. Produktionsstandort und Architektur der Baureihe werden vom Management von GME zu gegebener Zeit kommuniziert werden. Auf Spekulationen können und werden wir nicht reagieren."

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Na selbstverständlich ihn ohne allzuviel Murren hergeben ;)))
Hand aufs Herz:
Was würdet ihr unternehmen wenn in einem Vertag dem Standort Bochum der Zafira zugesagt und vereinbart wurde und dann das Management danach entscheidet den Zafira auf der Epsilon II Plattform zu bauen.
Warum wohl feiert das GM Management bei jeder Gelegenheit den "neuen Geist von Bochum"? Damit ist die Anpassungspolitik des derzeitigen Vorsitzenden gemeint. Wie sagte doch der alte Bebel mal? Wenn mich deine Feinde loben, habe ich was falsch gemacht! So isses.
Der neue Bochum Spirit
Oder immer die gleiche Leiher
Es ist ernüchternd zu sehen wie sich der "linke" R. Einenkel anderen Standorten in Europa gegenüber benimmt. Er steht fest in der Tradition von Breuer, Reppel und Jaszczyk. Wenn die Kritik und der Druck in den eigenen Reihen zu heftig wird, dann sucht er sich den Hauptfeind aus gegen den er wie auch seine Vorgänger die eigenen Truppen zusammenhalten kann. Seit 40 Jahren ist das Rüsselsheim.
Ich kann nur sagen: Kein Selbstbewußtsein, kein strategischer Blick und vor allem keine Kompetenz sich gemeinsam gegen die Politik von GM zusammen zu schließen.
Lieber "Anonymous", es ist ja schön, dass du dich für unsere schwedischen Freunde in Trollhättan so einsetzt, aber das war ja wohl nicht der Punkt in den bisherigen Beiträgen, sondern der wirklich einmalige Vorgang, dass sich ein Betriebsratsvorsitzender auf Kosten eines anderen Werkes in der Öffentlichkeit, um Volumen eines anderen Werks "bewirbt". Kein Wort über die möglichen Folgen für die betroffenen Menschen usw., auch kein Wort direkt zu den Kolleginnen und Kollegen in Rüsselsheim. Was die schwedischen Kollegen betrifft: Hier besteht ein Vertrauensvolles Verhältnis und Rüsselsheim sowohl als Trollhättan waren und sind in der Lage ihre Interessen solidarisch auszudiskutieren und auch für einander einzustehen.Die schwedischen Kollegen brauchen jedenfalls nicht den Betriebsratsvorsitzenden aus Bochum zu dem sie aufgrund zahlreicher Erfahrung keinerlei, aber auch keinerlei Vertrauen haben. Die Wendung seiner Forderung in "Auto, Motor, Sport" zeigt ihnen ja auch deutlich worum es ihm wirklich geht. Offensichtlich gilt hier auch ein altes Sprichwort: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's ganz ungeniert..."
Ein deutsches Sprichwort sagt: "Ein Hund der sich getroffen fühlt, der bellt!" Oder warum diese Aufregungen einiger Rüsselsheimer Schreiberlinge?

Die Diskussion um den 9-3 ist doch ganz einfach zu klären: Entweder der Saab 9-3 wird auf der Epsilon_Plattform gebaut, dann gehört er selbstverständlich nach Rüsselsheim oder auf der Delta-Plattform, dann muss der Saab 9-3 in Schweden gebaut werden. Warum gibt es hier keine klare Aussagen aus Rüsselsheim?
Wieder einmal läuft das alte Spiel, von den eigenen Schandtaten abzulenken und mit dem Finger auf andere Werke zu zeigen.
Sehr geehrter Herr Einenkel,
an dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen für die aktive Unterstützung der GM Politik. Sie schaffen es immer Horrorszenarien von Werksschließungen an die Wand zu malen, auch wenn das gar nicht der Fall ist (so auch 2004),um dann alle Strukturkostenveränderungen und tiefe Einschnitte doch noch als Erfolg zu verkaufen. Sie wollen eben die Gewalttaten des Kapitals anprangern, egal ob es stimmt oder nicht. Hauptsache Sie können dann als Strahlemann vor die WAZ treten.
Im Falle des Saab 9-3 wird diese Methode jedoch nicht mehr funktionieren. Der Saab 9-3 wird in Rüsselsheim gebaut und wir werden eines der modernsten Werke im GM Verbund auf Delta flexibilisieren. Rüsselsheim kann dann mit 300.000 Einheiten ausgelastet weden und bei GM-GMS liegen die Rüsselsheimer eh weit vorne. Bei dieser Produktivität sind dann die Personalkosten gering. Auf jeden Fall geringer als die enormen Investitionen die in den Standort Bochum gesteckt werden müssten, um im Ansatz mit Rüsselsheim gleich zu ziehen.
Machen Sie jetzt aber erst einmal Ihre Hausaufgaben und bauen Sie noch 890 Arbeitsplätze ab oder verlagern einen Großteil. Mit mehr als 3.200 Beschäftigte läuft nichts und dann kennen Sie ja auch schon die Persoanlzahl 2012, die ja noch einiges darunter liegt.
Mit freundlichen Grüßen
Wir haben uns für Euch in Bochum eingesetzt, haben die Delta-Strategie des Eupäischden Betriebsrats aktiv unterstützt und gemeinsam eine Werkschließung verhindert. Wieso macht jetzt der Einenkel das? Gilt Solidarität nicht auch für Rüsselsheim? Solidarität ist keine Einbahnstraße!
Einenkel weiß ganz genau, dass der Abzug des Saab 9-3 aus Rüsselsheim zu einer massiven Unterauslastung führen würde. Wie kann er da sich auf Kosten der Rüsselsheimer Beschäftigten bedienen wollen. Laut Forster kriegt Bochum ja schon 3 Modelle auf der Delta-Plattform, den Zafira sogar exklusiv. Schlimm ist, dass er so tut als wenn ihn die Auslastung des Werks in Trollhättan interessieren würde. Einenkel versucht bewußt die Belegschaften in Europa zu spalten. Bisher dachten wir immer, daß dies die Aufgabe des GM-Managements sei.
Lassen wir die ganzen Halbwahrheiten und Spekulationen mal beseite und konzentrieren uns auf die eigentliche Botschaft dieses Artikels: Der Ankündigung des Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel, dass Bochum sich um den Saab 9-3"bewerben" werde wenn dieser auf der Delta-Plattform gebaut werden soll. Nicht nur dass er versucht einen Keilzwischen Trollhättan und Rüsselsheim zu treiben ("Wenn der Saab 9-3 auf Delta-Plattform gebaut wird, dann hat natürlich Werk und Belegschaft in Trollhättan vorrangig das Recht, diese Produktion zu bekommen..."), er zeigt auch gleich danach worum es ihm wirklich geht ("Hat Trollhättan keine Interesse oder erfüllt das Werk die Voraussetzungen dafür nicht, kann sich jedes andere Delta-Werk für diese Produktion bewerben - also auch Bochum."). Diese Äußerungen zeigen mehr als deutlich, dass Einenkel keine Schamgrenzen mehr kennt, wenn er seine eigene Belegschaft bewußt falsch informiert und in Angst versetzt mit der Botschaft, Rüsselsheim werde Bochum den Astra wegnehmen und nun sich nicht schämt, die vermeintliche Gelegenheit (Saab 9-3- auf Delta-Plattform) beim Schopfe zu packen und dieses Modell für Bochum einzufordern, egal wieviele Mitarbeiter in Rüsselsheim dabei auf der Strecke bleiben. Von dieser Qualität war sie leider schon immer, die "Solidarität" des Betriebsratsvorsitzenden Einenkel. Seiner eigenen Belegschaft Angst einjagen mit ständigen Ankündigungen, ein Werk könne "auf der Strecke bleiben" , damit seine eigenen, teilweise unnötigen massiven Zugeständnisse an das GM-Management begründen und sich als den Retter des Werks Bochum feiern lassen. Komisch nur, dass beispielsweise die Beschäftigten im Werk II (Powertrain) all die Zugeständnisse mitbezahlen mußten (einschl. für den Astra-Zuschlag) ohne selbst dabei ihre Zukunft sichern zu können (ganz im Gegenteil zum Werk in Kaiserslautern wo der Betriebsrat richtigerweise nach dem Motto handelte, für Nichts gibts auch Nichts). Einenkel braucht immer den "äußeren" Feind, um die eigenen Widersprüche seiner Betriebsratmehrheit zu verdecken oder abzulenken, mal sind es die anderen Astra-Werke, die angeblich Bochum bedrohen, mal ist es das GM-Management gegen das man ja eigentlich machtlos sei, mal ist es der böse Betriebsrat in Rüsselsheim, der den Bochumern den verdienten Astra wegnehmen will und schwupps. zeigt er klar und deutlich wer sich hier auf Kosten anderer bedienen will: Einenkel selbst. Wenn der Schuß mal nicht nach hinten losgeht! Solidarität jedenfalls sieht anders aus.

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