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11/05/2008

Lösungsansatz für Standort Kaiserslautern gefunden.

Komponentenfertigung wird gestärkt - Motorenfertigung läuft mittelfristig aus.

Der Betriebsrat des Standortes Kaiserslautern konnte diese Woche eine grundsätzliche Übereinkunft für eine Zukunftssicherung mit der Europaspitze von GM erreichen.

Dies war notwendig geworden, weil kein geeigneter Käufer die Kaiserslauterer Komponentenfertigung gefunden wurde. Diese wollte GM nicht mehr weiterbetreiben.

Außerdem hatte sich schon seit einigen Wochen abgezeichnet, dass für die Motorenfertigung keine Nachfolgeprodukte bekommen würde.

Dies hat hauptsächlich s"trategische Gründe", weil GM durch Investitionen in neuen Regionen sich freien Marktzugang verschaffen will. Dies betrifft insbesondere Russland, weil dies der größte Markt innerhalb von GM - Europa wird.

Im Gegenzug, für die Einstellung der Motorenfertigung, wurde verabredet, dass der Komponentenbereich durch Volumen und neue Technologie gestärkt wird.

Um dies zu unterstreichen wurde als Rahmenbedingung, für einen noch im Detail auszuhandelnden Zukunftsvertrag, festgelegt.

Allerdings auch:

Hier wird es auch um Arbeitsorganisation, Sozialleistungen und Entgeltbestandteile gehen. Forderungen des Management nach 20% Lohnreduzierung oder Arbeitszeitverlängerung wurden von Seiten der Arbeitnehmervertreter eine klare Absage erteilt. Dem Management konnte die Zusage abgerungen werden, dass nicht in die Tarifverträge eingegriffen wird. Dies ist ein wichtiger Erfolg, allerdings werden diverse übertarifliche Leistungen Verhandlungsgegenstand ein.

Unverzüglich wurde diese Woche die gesamte Kaiserslauterer Belegschaft durch den Betriebsrat informiert. Es war ein harter Schlag, insbesondere für die Powertrain Kollegen. Bei aller Niedergeschlagenheit sehen die Kollegen auch die Chance, eine langfristige und nachhaltige Standortsicherung zu erreichen.

Entscheidender Punkt wird nun sein, wie dieser verabredete Rahmen konkret ausgefüllt wird. Dementsprechend hat die Belegschaft ihren Willen bekräftigt, die Verhandlungsführer des Betriebsrates mit allen Mitteln zu unterstützen.

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Hab den Bochum Kram echt satt!
Hallo, Kollegen in Bochum. Was ist denn nun mit eurer Vereinbarung? Stimmt das alles so und wie hilft euch das Brasilienvolumen für die Zukunft?
Bezüglich Kaiserslautern kannst du mich gar nicht verstanden haben, "dg", da ich den ARtikel nicht verfaßt habe. Was deine Überlegungen zu anderen Powertrain-Werken betrifft, hast du teilweise Recht, der Euro spielt insbesondere für Werke eine Rolle deren Produkte in den Dollarraum gehen. Der Hinweis auf das Werk in Mexiko kann ja wohl nur von einer bestimmten Person kommen und beschreibt nur einen kleinen Teil der Herausforderung für das Werk in STrasbourg. Nebenbei, die zukünftigen Automatikgetriebe werden laut UAW-Vertrag ja auch in zwei US-Werken gebaut. Kann man hier im Originaldokument im Blog nachblättern. Bezüglich Bochum mußt du dich selbst oder deine Kollegen in Bochum fragen. Bzgl. Workshop mußt du warten bis der EMB die Projektinfo auf seiner homepage veröffentlicht. Das Protokoll geht an die Bochumer Betriebsratskollegen wie an alle anderen Standorte auch und wird mit Sicherheit hier nicht veröffentlicht (den Gefallen werden wir dem mitlesenden GM Management nicht tun ;))
Dieses Gejammere von Bochum und insbesonder die Auftragsschreiberei von Markus Bauer geht einem auf den Sack. Wenn Kollegen wie der Betriebsrat, die VL´s sowie die gesamte Belegschaft in Kaiserslautern nach Lösungsansätze einbezogen sind und sich immer mit den anderen Standorten abstimmen, kommt dieses Wehklagen; "wir armen Bochumern"
Niemanden hat der Betriebsrat informiert, als substanzielle Punkte und tarifvertragliche Regelungen wegen dem F 13+ Getriebe und dem brasilien Volumen über den Tisch gegegeben wurden. Keine Perspektive habt ihr dafür nach 2012 erhalten! Die Kaiselslauterer fordern mindesstens 10 Jahre Beschäftigungssicherung. Was ich weis ist, dass an keinem einzigen Punkt gegen tarifvertragliche Regelungen verstoßen wird und die Belegschaft keine faulen Kompromisse eingehen wird.
Nicht jammern sondrn kämpfen und zwar mit Perspektive und nicht mit dem Mund.
Hallo Kollegge WS,
was ist denn mit dem Powertrain Werk Aspern, bei den Motoren müsste dieses Werk auch betroffen sein (1,0 - 1,4 Liter Motoren), da der Größeteil in der Corsaklasse verkauft wird und dieser sehr stark in Osteuropa verkauft wird. Des weitern werden in Straßburg nur Automatikgetriebe gebaut, die nicht den hauptsächlichen Verkauf in Russland ausmachen, wie verhält sich das zu Deiner Aussage?!
Wird das Werk Straßburg nicht aus einem anderen Grund zur Schließung anstehen?
Dollarkurs, neuses Werk in Mexiko?
Was ist mit den neuen Automatikgetrieben die aus Korea und China kommen, von dort muss auch ein Einfuhrzoll nach Russland gezahlt werden.
Wenn ich Dich richtig verstehe gehen die Kollegen von Powertrain Kaiserslautern(1200 Mitarbeiter/innen) nach Opel Kaiserslautern über, wie soll dies den funktionieren, bei 2300 Arbeitsplätzen und gesamt 3500 MA?
Den Punkt Bochum hast Du richtig beschrieben, die Möglichkeit nach Opel überzugehen besteht, allerdings müssten dann Mitarbeiter/innen mit einem hohem Alter (Altersdurchschnitt 48Jahre) in der Endmontage arbeiten.
Welche Lösungen sind hier vorgesehen?
Du sprachst von einem Workshop der schon stattgefunden hat, kannst Du dazu nähere Einzelheiten mitteilen?!
Da schreibt ein sogenannter WS (wahrschinlich ein gewisser Wolfgang Schäfer-Klug ?) ständig etwas über das Brasilienvolumen für Bochum.
Kann dieser Mensch (WS) mal erklären, was es damit auf sich hat. Was wurde da vereinbart?
Die Bochumer Betriebsratsspitze ist nun mal das Problem. Kein Wille und keine Fähigkeit zum Widerstand. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Schon wieder ein bekanter "Anonymous"! "Der Preis soll hoch sein", Arbeitszeiten verlängert? Im Bericht zu Kaiserslautern steht doch klar drin worüber verhandelt und worüber nicht verhandelt wird. Zum EU-Projekt: Falschmeldungen werden nicht wahrer wenn sie immer weiter verbreitet werden. 1. Nur Klaus Hemmerling ist EEF-Mitglied, Markus Bauer ist Referent des Betriebsrats Bochum. 2. Es gibt derzeit keine EEF-VErhandlungen zu Powertrain, um dies zu erreichen muss Druck aus den betroffenen Werken erst noch kommen. VEreinbarungen wie die zum Brasiliengetriebe in Bochum sind hier sicher nicht hilfreich, signalisieren sie doch dem Management, dass nur auf das Prinzip Hoffnung in Verbindung mit massiven Zugeständnissen gesetzt wird, von gemeinsamer(!) europäischer Strategie weit und breit nichts zu sehen. 3. Zum EU-Projekt gehören selbstverständlich all Powertrain-WErke und das wissen auch die Bochumer Betriebsräte Hemmerling und Einenkel.Aufgrund begrenzter finanzieller Mittel werden die ev. Reisekosten aber erstmal den WErken vorrangig erstattet, die bisher noch nicht in der Förderung drin waren. Bochum war Teil des ersten EU-Projekts zu Delta. Bochum wird vom EMB zu jedem (!) Powertrain-Workshop eingeladen und genauso wie SZentgotthard wird versucht die Reisekosten irgendwie gedeckelt zu bekommen. So wäre es zum Besipiel möglich gewesen, dass Bochum beim Auftaktworkshop in Bielsko-Biala/Tychy mit Kostenerstattung dabeigewesen wäre, eingeladen war Bochum sowieso seit langem (auch wenn dann das Gegenteil behauptet wurde), allerdings nahm niemand aus Bochum teil. Von den Powertrain-Kollegen wurde dies als mangelndes Interesse gewertet und das Bochum auf eine lokale Strategie setzt, was dann durch das Bekanntwerden der Vereinbarung zum Brasiliengetriebe sich ja auch als real herausgestellt hat. Über diese Vereinbarung wurde niemand der Powertrain-Kollegen informiert, nicht mal durch ne sms. Soviel zu dir, wenn du dich hier über die angeblich Nichteinbeziehung von Bochum beschwerst.
Glückwunsch nach Kaiserslautern für die Rettung. Aber der Preis soll hoch sein, wurde uns berichtet. Durch neue Haus-Tarifverträge will das Unternehmen die Arbeitszeiten verlängern und Leistungen kürzen.

Was ist mit den anderen Powertrainwerken? Warum ist Bochum raus aus den europäischen Verhandlungen? Die Bochumer Betriebsräte Hemmerling und Bauer haben berichtet, dass zum EU-Projekt nicht das Bochumer Powertrainwerk gehört obwohl die Bochumer Betriebsräte das mehrmals eingefordert haben. Das EU-Projekt und der gemeinsame Workshop muss sofort um das PT-Werk Bochum erweitert werden.
"Strategische Gründe" für ein Werk in Rußland? Das ist das Aus für alle europäischen Powertrain-Werke. Die haben eine rigige Zollpolitik und die EU belegt keinen Export aus Rußland mit Zöllen. Motoren- und Getriebne können im großen Stil dann dort produziert, der Zoll vermieden und gleichzeitig billig hierher exportiert werden.GME soll endlich die Katze aus dem Sack lassen und uns sagen was sie mit uns vorhaben.
Das Aus für die Motorenfertigung nach 2012 in Kaiserslautern macht noch einmal deutlich, dass sich die Powertrain-Werke (Motoren- und Getriebefertigung) in Europa auf eine große Auseinandersetzung vorbereiten müssen. Kaiserslautern hat das "Glück" in diesem Fall nicht nur aus einem Motorenwerk zu bestehen. Dies ist teilweise bei anderen Standorten wie Tychy (Polen), Strasburg (Frankreich), oder Szentgotthard in Ungarn nicht der Fall. Hier handelt es sich um reine Getriebe- oder Motorenwerke. In Bochum besteht das Problem, dass es zwar ein Astra-/Zafira-Werk gibt und nicht nur ein Getriebewerk, aber 650 Beschäftigte aus dem Getriebewerk im Werk I unterzubringen ist sicher illusionär. Es scheint, dass GME einen weiteren Großkonflikt riskieren will anstatt Ruhe in die europäischen Werke zu bringen und die wichtige Marke Opel zu stärken. Kunden wollen eben keine Autos von dauerkriselnden Herstellern wie GM/Opel kaufen. Der Europäische Metallgewerkschaftsbund hat zusammen mit dem Europäischen Betriebsrat von GM ein EU-Projekt genehmigt bekommen, dass eine gemeinsame Powertrain-Strategie und gemeinsamen Kampf um die Zukunft der Werke möglich macht. Der nächste gemeinsame Workshop, um weitere Schritte zu beraten, wird im Juni in Strasburg stattfinden. Vorher findet eine ordentliche Eurobetriebsratsssitzung statt,außerdem wurde auf dem letzten Workshop des Projekts verabredet, dass aufgrund der Dringlichkeit und der inakzeptablen Informationspolitk von GM Powertrain, eine Sondersitzung beantragt werden wird. Der Kampf um die Zukunft der Powertrain-Werke nach 2010 hat schon begonnen.

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