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01/05/2008

Gute Nachricht für Kollegen in Antwerpen, Bochum, Ellesmere Port, Trollhättan und Gliwice

Aber was wird aus den Motoren- und Getriebestandorten in Europa? Hier hält sich GM seit langem bedeckt und gibt keine klare Auskunft über seine Pläne.

Während die Kollegen in den USA Nachfolgeprodukte vereinbart haben und GM in neue Motoren- und Getriebewerke in Zentralasien, Lateinamerika, Indien und China investiert, wissen die europäischen STandorte noch nicht wie es weiter gehen soll. Einzig das Werk in Aspern in Österreichn kann davon ausgehen, dass es auch nach 2010/12 noch produzieren wird. Entscheidend für die Zukunft der Werke in Europa ist Tom Buttermore, der Chef von GM Global Powertrain, da Investitions- und Strategieentscheidungen in Detroit getroffen werden.

Wie wäre es denn, wenn du mal deinen Namen nennst, "Anonymous", damit wir wissen mit wem wir reden oder zumindest von welchem Standort du kommst? Immerhin redest du ja von "unseren EEF Delegierten". Im übrigen gibt es keine Verhandlungen zu Powertrain, offenbar gab es aber Gespräche (oder nenne es Verhandlungen) in Bochum und Kaiserslautern. Info zu Kaiserslautern wird in Kürze hier von den Kollegen dort erscheinen. Info aus Bochum gibt es offiziell keine.
WS hat Recht, die Europäer brauchen die gleichen Zusagen wie die us-amerikanischen Werke. Erwähnen muss man aber, dass die Zusagen teuer erkauft wurden. Über 70.000 US-Kumpels werden ihren Arbeitsplatz verlieren und durch 20.000 Billigarbeiter ersetzt, die noch weniger verdienen wie die Leiharbeiter in Deutschland. Dazu kommt die Schließung zahlreicher GM-Werke in der USA und nicht zu vergessen, dass viele Gewerkschafter der UAW die US-Lösung strikt abgelehnt haben (übrigens nachzulesen in diesem Blog).

Außerdem: Gibt es denn Verhandlungen in Europa über die Powertrain-Werke???
Im EEF weiß niemand etwas davon. Unsere EEF-Delegierten haben erzählt, dass es keine Verhandlungen gibt!!!!
Klar ist, dass es für die Powertrain-Standorte Bochum, Kaiserslautern, Strasbourg, Szentgotthard, Tychy derzeit keine Entscheidung über Nachfolgeprojekte gibt. Wenn die Strategie von GM sein sollte, diese Standorte nicht mehr mit Folgeprojekten zu versorgen, sondern außerhalb der Europäischen Union zu investieren und Motoren und Getriebe im größeren Umfang hierher zu importieren, käme dies einer Kampfansage an die europäischen Werke gleich. Die europäischen Powertrain-Werke habe das gleiche Recht wie die US-amerikanischen Werke, Produktzusagen über 2010 hinaus zu erhalten. Es macht keinerlei Sinn jetzt Zugeständnisse an GM zu machen ohnen eine klare Absicherung für ein Nachfolgeprojekt bis 2016/18 zu erhalten.
Kennst du die Vereinbarung? Am 25.4.08 beschloss der BR mit 11 Gegenstimmen und einer Enthaltung die Absprache Nr.3/2008 „Absicherung Brasilienvolumen“. Für die Zusicherung des zusätzlichen Volumens („bis zu 530.000“) wurde eine Vorabzustimmung zu Mehrarbeit und Regelarbeit bis zu 20% der Belegschaft gegeben und einer Ausweitung der Leiharbeiter zugestimmt. Demnach darf der Anteil der Leiharbeiter bei Powertrain für den Zeitraum des Brasilienvolumens 10% betragen und diese Leiharbeiter werden nicht auf die für das gesamte Werk geltende Quote von 250 Leiharbeitern angerechnet. D.h. auch für Werk 1 eine Erhöhung der Anzahl der Leiharbeiter.
Uns haben sie in Bochum erzählt, wenn wir Zugeständnisse machen und das Getriebe für Brasilien produzieren dürfen, wird alles gut!

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